Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbleichen, praet.

erbleichen, praet.
pallere, ahd. irpleichên, irpleichêta (Graff 3, 245), mhd. erbleichen:
von vorhten erbleichen.
frauend. 404, 23;
du muost ertôten und erbleichen.
tod. gehugde 495.
nhd. lieber vatter, wie kompt es, das du mich nit ansichst als vor, und wenn du mich ansichst, so erseufzest du und erblaichest ab mir? Keisersberg has im pf. Bb 6ᶜ; ein bös gewissen erbleicht ab jedem rauschenden blatt. kluge weise reden 28ᵃ; der mon ist erbleichet. Maaler 108ᵇ;
welchem laster du erbleichtest.
Merck ged. auf den mond;
und wie das trübe verdunstet und weicht,
das rothe zum hellsten gelb erbleicht.
Göthe 2, 232;
und ein edles feuer röthet
das erbleichte angesicht.
Schiller 61ᵃ;
sehn sie nur, wie er dahin geht. ach so hager, so erbleicht. Klingers th. 2, 217. da uns î und ei zusammenrinnen, bleibt für den bloszen inf. oder das praes. zwischen erbleichen, erblich und erbleichen, erbleichte unsicherheit (so in der stelle aus Göthe).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 730, Z. 24.

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Zitationshilfe
„erbleichte“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbleichte>, abgerufen am 22.10.2021.

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