Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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erblick, m.

erblick, m.
aspectus: Fibel sagte gleich heimlich beim ersten erblick. J. P. Fibel 116.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 731, Z. 16.

erblicken

erblicken,
1)
in der intransitivbedeutung, die auch das einfache blicken (2, 117) hat, mhd. refulgere:
ër muost durch nôt erschricken,
sîn junger lîp niht træge
was, dâ ër sach erblicken
ob im diu swërt, ich wæn ër dâ niht læge.
Albr. Tit. 5948.
2)
transitiv aspicere, conspicere, wie anblicken: ich erblickte das licht der welt (wurde geboren) am ersten mai;
meine erste handlung,
als ich das licht der welt erblickte, war
ein muttermord.
Schiller 243ᵇ;
euer wille geschehe! und kann ich ein zeichen erblicken
rechter hand am wege, so wird die reise gelingen.
Göthe 40, 33;
als er aber nunmehr den thurm des dorfes erblickte.
40, 284;
als mich das mädchen erblickte, so trat sie den pferden gelassen
näher und sagte zu mir, nicht immer war es mit uns so.
40, 245;
kaum erblickten ihn meine augen, so flog der vogel weg; ich erblickte nichts auf der stelle.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 731, Z. 22.

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Zitationshilfe
„erblicken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erblicken>, abgerufen am 26.10.2021.

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