Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbluten

erbluten,
exstillare, ausbluten, verbluten: beschneid dem pferd den huef, lasz erblueten. Seuter 397; wann ein vieh schmalweidig ist, so hab acht, die ohren werden ihm kalt und sind als wären sie inwendig räudig und sehen schier als wären sie gefroren, schneid dem ros oder vieh die ohren vornen ein wenig ab und schlag es mit einer häslinen ruthen auf die ohren, dasz es wol erblute u. s. w. kunstbüchlein nᵒ 36;
des zeug ist Höchsted, dort wo die dunkle schlacht
noch donnert, wo mit edlen Britanniern,
gleich würdig ihrer groszen väter
Deutsche erbluteten oder siegten.
Klopstock 1, 98,
später geändert in:
Deutsche dem Gallier flucht geboten;
transitiv:
der menschheit hast du ewiges erblutet,
und unser dank nicht darf er sein vergänglich.
Candidus der deutsche Christus s. 63.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 732, Z. 67.

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Zitationshilfe
„erbluten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbluten>, abgerufen am 24.10.2021.

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