Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbrausen

erbrausen,
obstrepere:
da auf erhub sich ein südwind
so gewaltig stark und so geschwind,
dasz es im wilden wald erpraust.
H. Sachs ...;
und von der sprachen unverständlichem
gemisch verworren dumpf erbraust das lager.
Schiller 450ᵇ;
dumpf hört er die wellen erbrausen.
Körner 1, 306;
da sieh, es rufen tausend nun und tausend
'Jerusalem!' in frohem grusz erbrausend.
Gries übers. von Tasso Jer. 3, 3;
bei diesem schlag, so fürchterlich und wild,
fühlt Roland ohne masz den zorn erbrausen,
und wie die wut in seinem busen schwillt,
führt er beidhändig einen schlag mit grausen.
Gries Bojardo 2, 25;
ein urquell der jugend, der da erbrauset in seiner kraft. Bettina br. 2, 316.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 735, Z. 51.

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Zitationshilfe
„erbrausen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbrausen>, abgerufen am 20.10.2021.

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