Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbrecht, n.

erbrecht, n.
1)
jus hereditarium: lieber, keuf meinen acker zu Anathoth, denn du hast erbrecht dazu, und du bist der nechste, lieber, keufe in. Jer. 32, 8; in bester form erbrechts. Garg. 218ᵃ;
nicht erbrecht noch geburt, das herz macht grosz und klein.
Hagedorn 1, 14;
das erbrecht auf ein königreich. Klinger 1, 360.
2)
zuweilen für erbe:
und könden dieser gnad unschätzlich reichen schatz
ihren kindskindern auch als ein erbrecht verlassen.
Weckherlin 219;
auf die nachricht, dasz sich Richard von York lebend in Brüssel befinde und sein erbrecht zurückfordere. Schiller 675ᵃ.
3)
für die lehre vom erbrecht: der professor trägt diesen winter das erbrecht vor; pandckten mit einschlusz des erbrechts.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 736, Z. 53.

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Zitationshilfe
„erbrecht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbrecht>, abgerufen am 28.10.2021.

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