erbschaft f
Fundstelle: Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 738, Z. 47
hereditas, hat allmälich den alten einfachen ausdruck erbe verdrängt; schw. arfskap. man sagt eine erbschaft erlangen, erhalten, die erbschaft fällt an, fällt mir zu, die erbschaft antreten, ausschlagen; eine grosze, gute, reiche, fette erbschaft und umgekehrt eine kleine, magere.
ergänz, o herr, dein volk, und kom in ewigkeit
dein erbschaft zu erhöhen.
Weckherlin 125;
er gab Israel seinem knecht
erbschaft und recht.
292;
wie wir denn hier auf erden wegen unser irdischen geburt und hofnung der ewigen erbschaft alle unter einander nächste sein. Butschky kanzl. 491; wenn ich ihrer nur entübrigt sein könnte, dieser schimpflichen erbschaft. Lessing 2, 12; in die letzte erbschaft des menschen ziehen (ins grab gesenkt werden). J. P. Tit. 4, 57. die zusammensetzung ergibt langgliedrige und schleppende, in der gerichtssprache geltende ausdrücke, die vollständig aufzuzählen unnöthig ist. vgl. mhd. erbeschaft. Parz. 145, 14.
Zitationshilfe
„erbschaft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbschaft>, abgerufen am 15.10.2019.

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