Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbse, f.

erbse, f.
pisum, nhd. durchgedrungne entstellung der alten form erweisz, erbeisz, woraus erbisz, erbs, endlich verweisung aus der starken in die schwache decl. entsprang und dem nom. e zutrat. junge, frische, grüne erbsen:
waren nicht jung die erbsen und frisch, und wie zucker die wurzeln!
Luise 1, 74;
die bös erbs schwimmt enbor im hafen, die guten seint am boden. Keisersberg narrensch. 137ᵃ. man sagt einem erbsen auf die stiegen streuen, damit er gleite und falle, bildlich für der ehre eines andern hinterlistig falle stellen. erbsen würgen, zählen findet in den folgenden zusammensetzungen erläuterung. die erbsen kernen, auskernen; die erbsen stäbeln heiszt neben die aufwachsenden ranken ruthen stecken:
o, und kürbis sän und erbsen stäbeln.
Schmidt von W. 207.
erbsen ist benennung einer krankheit des rindes: die kuh hat die erbsen, wenn ihr mir folgen wollt, so schlachtet sie ab. Bronners leben 1, 54.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 739, Z. 39.

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Zitationshilfe
„erbse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbse>, abgerufen am 01.08.2021.

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