Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbstamm, m.

erbstamm, m.
stirps avita: das ist die leidige erbsünde, angeborne plage, eingewachsene gift vom erbstam und veterlichem geblüt Adam, da in der teufel beschmeiszt und durchgiftet hat. der 101 psalm durch d. M. Luther ausgelegt. Wittenb. 1534 M 2ᵇ; der anfal des erbs geschicht in sölicher ordnung also, stirbt ein mensch, so fellet sein gut auf seine kinder oder auf seins kinds kinder den erbstam also nider. ist aber das er nit kinder noch kindskind hat oder laszt, noch kein mensch an dem stamme niderwerts, so werden erben vater und muter. summa Johannis in tewtsch gemacht durch bruder Berchtold predigerordens. Augsb. 1478. 108ᵃ; da ist aus diesem palmbaum ein zweig aufgeschosset und in wenig tagen dermaszen gewachsen, dasz er in der grösze mit dem erbstam, als gleichsam seiner mutter sich vergleichen kan. Spangenberg a. weish. lustg. 364.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 741, Z. 8.

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Zitationshilfe
„erbstamm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbstamm>, abgerufen am 24.10.2021.

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