Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbsucht, f.

erbsucht, f.
1)
was erbseuche, epidemie: ein böse erbsucht eilet von einem menschen zum andern. Stumpf 1, 225ᵃ; dieweil wir befinden, das die erbsucht der pestilenz leider je lenger je mehr einreiszet. verordn. herzogs Christoph zu Würtemberg 1564; sünde ist die angeborne erbsucht und krankheit von Adam. Reiszner Jerus. 1, 26ᵃ;
des prachts, lists und betrugs erbsucht.
Weckherlin 834.
2)
neuere nehmen es für erbbegierde, hereditatis obtinendae aviditas.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 741, Z. 47.

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Zitationshilfe
„erbsucht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbsucht>, abgerufen am 23.10.2021.

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