Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbtugend, f.

erbtugend, f.
virtus insita: wenn gewisse erscheinungen an der menschlichen natur, betrachtet von seite der sittlichkeit, uns nöthigen ihr eine art von radicalem bösen, eine erbsünde zuzuschreiben, so fordern andre manifestationen derselben ihr gleichfalls eine erbtugend, eine angeborne güte, rechtlichkeit und besonders eine neigung zur ehrfurcht zuzugestehen. diesen quellpunct, wenn er im menschen cultiviert zur thätigkeit ins leben, zur öffentlichkeit gelangt, nennen wir pietät, wie die alten. Göthe 46, 98.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 742, Z. 78.

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Zitationshilfe
„erbtugend“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbtugend>, abgerufen am 21.10.2021.

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