Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erbutzen

erbutzen,
expurgare, ausputzen: also thuͦn die guͦten frummen menschen nit. wenn sie darnach allein seind, so rüwet es sie und gedenken 'warum hast du es gethon?' sie beraflen und erbutzen sich selbst darumb. Keisersberg s. d. m. 15ᵇ; do der her hatt angeschnauwet Nicodemum und hat in wol erbutzt und gestroft, do seit er im erst die lectien recht, als wenn der schulmeister einem knaben das loch vol hat gehowen, so seit er im denn erst die lectien. post. 3, 37; nachdem als der herr sie also wol beraflet und erbutzt hat. 3, 23; vom Fürstenberger wein:
gro ist sein farb vom garten
darin er wachsen tuͦt,
er darf des mans wol warten,
erbutzen im den huͦt.
Uhland 603. Garg. 50ᶜ;
o sprach er, sie (die städte) sint mechtig usz
als nie kein man vorhin gesach,
all wol erbutzt und keine schwach,
ir knecht auf kriegen vol verpeint.
Hans Schnider die königl. schlacht im landshutischen krieg. fl. blatt von 1504;
wie hats der gsell so wol erbutzt?
H. Sachs I, 481ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 744, Z. 3.

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Zitationshilfe
„erbutzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erbutzen>, abgerufen am 25.10.2021.

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