Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erdbiden, m.

erdbiden, m.
terrae motus, wenn sich das ganz erdrich erschütt. Maaler 108ᵈ, was Henisch 914, 16 ausschreibt, doch erdbidem setzt; Stieler 116 hat erdbeben sive alia dialecto erdbieden. auch andere schwanken in diese form: unzelich menschen abgestorben sind, die keinen erdbiden befunden. Petr. 188ᵇ;
hab auch durch ein erdbiden
meins haus einfall erliden.
H. Sachs II. 2, 57ᵃ;
viel erdbiden in aller grenz.
III. 1, 247ᵇ;
es wern sein pestilenz und tewer zeit,
auch erdpiden hin und her prait und weit.
Schmelzl aussendung 13ᵃ.
im 18 jh. erlöschen dieser und die drei vorausgehenden ausdrücke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 748, Z. 42.

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entzifferungskunst erdenstelle
Zitationshilfe
„erdbiden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erdbiden>, abgerufen am 22.10.2021.

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