Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erdenhülle, f.

erdenhülle, f.
tegumentum corporis mortale:
nur das himmlische soll gelten,
das die erdenhüll (acc.) umfäht.
Bürger 130ᵇ;
freudig schaudernd, in der fülle
hoher götterseligkeit,
grüszt, entflohn der erdenhülle,
Psyche deine dunkelheit.
Matthisson 44;
kaum floh das fünfte jahr, seitdem erblassend
die mutter sich der erdenhüll (il mortal velo) entrang,
als schon mein vater diese welt verlassend
vielleicht zu ihr sich auf gen himmel schwang.
Gries Tass. befr. Jer. 4, 44;
sein (Beethovens) herz, von sehnsuchtsqual zerklüftet,
zieht dich hinab in seinen brand,
und deine trunkne seele lüftet
der erdenhülle leichtes band.
Lenau n. ged. 187;
ein theil der thiere und pflanzen lebt in der tropfenflüssigen und luftförmigen erdenhülle. Hausmanns einl. in die mineralogie §. 10.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 758, Z. 14.

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entzifferungskunst erdenstelle
Zitationshilfe
„erdenhülle“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erdenh%C3%BClle>, abgerufen am 15.10.2021.

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