Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

erdenwurm, m.

erdenwurm, m.
vermis, miser parvulus, wie man von kindern sagt der arme wurm, also wie erdensohn, nur noch stärker, der riese, das ungeheuer nennt den menschen verächtlich so (mythol. 506): erdenwurm, sprach Rübezahl, was treibt dich mich zu beunruhigen? Musäus 2, 56; 'sieh, mutter, was ich da für erdwürmer gefunden habe'. Haupt 4, 393; 'sieh, vater, da hab ich schöne saalwürmlein!' Panzer 2, 65; schwedisch: 'sikna kryp jag har hittat!' Rääf Ydrehärad i Östergötland. Linköping 1856 s. 38. aber auch auszerdem. Gryphius 1, 632 läszt die Rache erscheinen und dem Popiel zurufen:
erdenwurm, wen trotzest du?;
kein freund, kein schutz, keine gunst der mächtigen, keine ehrenstelle, kein vermögen, nichts! und niemand will gleichwol den armen erdenwurm zertreten? glücklich, glücklich, wär ich der! so kröch ich unter den fusz des ersten wanderers, kröch in den ersten sumpf. Weisze trauersp. 5, 134.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1860), Bd. III (1862), Sp. 765, Z. 76.

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Zitationshilfe
„erdenwurm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erdenwurm>, abgerufen am 28.10.2021.

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