Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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erschlaffen

erschlaffen,
1)
intr. elanguescere, torpescere, dissolvi, ahd. arslafên (Graff 6, 804): die kräfte erschlaffen; der mage ist erschlaft; die erschlaffende aufmerksamkeit;
kehre heim zu den schiffen, nachdem ich erschlaft von dem streite.
Il. 1, 168;
jener sprachs, und sofort erschlaften ihr herz und knie.
Od. 4, 703;
mach, o feuchter hauch der welt,
diese saiten nie erschlaffen.
Rückert 283;
ich sah die zeit erschlaffen
und blieb kaum selber stark.
187.
2)
tr. relaxare, mollire: die kräfte erschlaffen, schwächen, herunterbringen. Kant 3, 401; ganz ungegründet ist es, dasz die schönen künste die seele erschlaffen. Schiller ...;
eine kraft,
die sich durch nichtgebrauch verzehret und erschlaft.
Gotter 1, 167.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1861), Bd. III (1862), Sp. 963, Z. 64.

erschläffen

erschläffen,
umlautende form des vorausgehenden intransitivums: so schütten sie wasser (über die haut) und lassen sie gefrieren, so hangt das eis so hart auszen an dem haar, dasz es vom schweisz und arbeit dessen, der die haut antregt, nicht erschläffen kan. Fronsp. 3, 149ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1861), Bd. III (1862), Sp. 963, Z. 81.

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Zitationshilfe
„erschlaffen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/erschlaffen>, abgerufen am 07.03.2021.

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