Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

eugen

eugen,
ostendere, goth. augjan, ahd. ougan, s. äugen 1, 801:
ein bös frow stäts ir bosheit eugt.
Brant 64, 43.
gewöhnlich reflexivisch: er auch nit sprechen noch sich gen in äugen wolt. Steinhöwel dec. 478, 9, wo 1580 2, 82ᵃ auch sich gegen ihn nicht eugen wölte; das, wo ein sonderlich stück sich euget im gebet, das man da still halt und ruge. Luther 1, 68ᵃ; sintemal sich die art göttlichs worts und werks hie euget, welchs allzeit denn am meisten zunimpt, wenn mans aufs höhest verfolgen und dempfen wil. 2, 470ᵇ;
wie (s. l.) mirs ecclipsis do anzeigt
und es bishar sich hat geeugt (s. l.)
Gengenbach 78, 35;
ir werdend sehen hie ein spil,
in dem ir werdent merken vil
von erst, wie sich die juget eugt,
alzit uf bosheit ist geneigt.
Kolrosz betrachtnus A 2;
mit waser macht sölchs sich aiget.
Melissus ps. L 6ᵃ;
sich regt unt aigt meins leidens schmerz.
Q 8ᵇ.
verschwindet späterhin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1192, Z. 47.

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eselsweise
Zitationshilfe
„eugen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/eugen>, abgerufen am 20.09.2021.

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