extra
Fundstelle: Lfg. 6 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1208, Z. 44
besonders, nebenher, auszerdem: das macht einen gulden extra; eine steuer wird noch extra auferlegt; ein glas wein und ein zuckerwasser extra; jetzt thu ichs extra, absichtlich, mit fleisz; sie läszt dich extra grüszen; etwas extra, nebenbei treiben; extra gehen, auf nebenwegen, aus dem weg traben (fastn. 246); damit es sein alter vater nicht erführe, dasz er extra gegangen. Schuppius 1684, 503; untreu sein, vom mann wie von der frau gesagt; nach den sp. 834 angeführten versen fährt der dichter fort:
reist ihren buhlen nach, versperrt den lahmen alten
und läszt ihn hämmern wol.   wie denn der gute mann
itzt so viel hat zu thun, dasz er nicht schlafen (s. l.) kann,
er sol, weisz nicht wie viel der harnsche fertig haben
bald auf den ersten mai.   indessen kann sich laben
die Venus, wie sie will, so viel zeit hat er nicht,
dasz er seh eins darnach, ob sie noch brenne liecht,
ob sie entschlummert sei, ob sie sei extra gangen.
Fleming 162 (166).
Zitationshilfe
„extra“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/extra>, abgerufen am 20.02.2019.

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