Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürnehmlichen, adv.

fürnehmlichen, adv.
was das vorige fürnehmlich. mhd. eben so wenig nachzuweisen, wie dieses fürnehmlich; es würde vürnæmlîchen lauten. das wort erscheint erst im 16. jh.: darab sich meniglich erfrewet, fürnemlichen das schöne freuwlin Olinda. Amadis 257, 540; von welchem (dem frauenzimmer) sie gantz lieblich, fürnemblichen der königin, empfangen wurden. 257, 541; und dieses sagt sie lachend, und mit sonder lieblichkeit, fürnemblichen damit sie hiedurch jren bruder allein bey seiner bulschafft liesz. 259, 544; da sie (die drei ritter) mit grosser freud und besser empfangen wurden, wenn (als) lange zeit keine andere ritter, fürnemblichen, dieweil Galaor noch nie am selbigen gewest. 303, 642; den hohen, hertzlichen, guten eyffer, so unser allergnedigster herr und könig ... nicht allein gegen gemeinen nutz seines königreichs unsers allergeliebten vatterlandts, sonder auch fürnemlichen zu erhöhung unnd mehrung der ritterschafft ... gnedigst tregt. 322, 686. eben so wol kommt in diesem werke aber auch fürnemlich vor, dem gegenüber fürnemlichen bald erlischt, so dasz dieses im 17. jh. kaum mehr sich finden dürfte.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 781, Z. 64.

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fürnehmen
Zitationshilfe
„fürnehmlichen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrnehmlichen>, abgerufen am 18.10.2021.

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