Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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fürpfand, n.

fürpfand, n.
ein für ein anlehen voraus gegebenes pfand, ein unterpfand, eine hypothek. und darüber ze besser gewisheit haben wir jm ze furphant gesetzt unser aigen datz hard. monum. boica 2, 21; dasz jm der (es ist ein hof gemeint), als ain verschriben fürpfandt, mit gerichtshande solte eingeantwurt werden. 9, 308. s. Schmeller 1, 317. seine behausung darumben zu einem für- und unterpfand ... zuverschreiben anerbieten würde. bei Haltaus 558. auch ein einsatz auf eine bestimmte zeit beim verkauf eines liegenden gutes zur gewähr, dasz der verkäufer einen während jener zeit wegen des gutes etwa entstehenden process statt des käufers führen wolle. dieser einsatz bestand aus andern güterstücken des verkäufers und dieser muste wegen dieses fürpfandes so lange, als die gewährschaft dauerte, jedes jahr, um das gedächtnis derselben zu wahren, etwas liefern, z. b. ein huhn. übrigens konnte der verkäufer auch statt eines fürpfandes bewährte gutsteher oder bürgen stellen, doch muste dies so geschehen, dasz, wenn einer starb, unverzüglich ein andrer an dessen stelle trat. s. monum. boica 21, 269. Westenrieder glossar. 175. aus einem gut, worauf man rechtliche ansprüche macht, fürpfant nemen, einem daraus fürphant ertailen, fürpfant geben. monum. boica 25, 244. 246. s. Schmeller 1, 317. 318.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 786, Z. 41.

vorpfand, n.

vorpfand, n.,
vorausgegebenes pfand, besonders auch von liegendem gut, vgl. fürpfand th. 4, 1, 1, sp. 786 mit ausführlicher darstellung der bedeutungen; mhd. vürphant mhd. wb. 2, 480ᵇ; Lexer 3, 606; Haltaus 557: beweiszen nah der stadt recht, dasz es sein vorpfand sei stadtrechte von Eisenach, Gotha u. Waltershausen (1909) 210.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1937), Bd. XII,II (1951), Sp. 1373, Z. 1.

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Zitationshilfe
„fürpfand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrpfand>, abgerufen am 04.12.2021.

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