Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürquet, n.

fürquet, n.,
ein wort fremdländischer bildung, dessen bedeutung aus folgender stelle erhellt, in welcher, nachdem von 4 durch herzog Philipp Julius 1623 geworbenen compagnien geredet ist, die damalige tracht der musketiere angegeben wird so wie ihre bewafnung mit einer luntenflinte und einem degen: zur luntenflinte gehörte noch das fürquet, welches der soldat gleichfalls bei sich führen muszte. es war eine stange, oben mit gabelförmigem beschlage. wenn der soldat feuern wollte, stemmte er die kolbe der muskete an seine brust, stellte mit der linken hand das fürquet vor sich hin, legte die spitze der muskete auf die gabel des fürquetes und brachte dann die brennende lunte, nachdem er deren asche abgeblasen, in die geöffnete pfanne. in Wallhausens kriegskunst ist der musketier in allen stellungen bei der handhabung der muskete abgebildet. baltische studien 15, 37. Rüstow 1, 297 schreibt furket. franz. eigentlich fourquette, abgeleitet von altfranz. fourque, gabel, zwiesel. s. furke.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 787, Z. 30.

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Zitationshilfe
„fürquet“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrquet>, abgerufen am 03.08.2021.

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