Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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fürschreiten

fürschreiten,
s. vorschreiten. auch so viel als vorbeischreiten, vorüberschreiten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 802, Z. 56.

vorschreiten, verb.

vorschreiten, verb.,
älter fürschreiten (th. 4, 1, 1, sp. 802 ohne beleg); mhd. vürschrîten mhd. wb. 2, 2, 218ᵃ (unter schrîte); proficio zunemmen, fürschreiten, schaffen Calepinus dict. XI ling. (1598) 1163ᵇ; vor- sive fürschreiten, anteire, praecedere, praevertere Stieler 1931; vorschreiten, vorher-, voranschreiten Kramer teutsch-ital. dict. 2 (1702) 665ᵇ; Adelung; Campe; Fischer schwäb. wb. 2, 1871; schweiz. idiot. 9, 1676; mnld. voreschriden Verwijs-Verdam 9, 1068.
1)
im eigentlichen, räumlichen sinne, nach vorn, vorwärts schreiten, gehobener als vorgehen: siehe jenen andern, der da säet. gemessenen schrittes schreitet er vor Herder 23, 446 S.; von diesem edlen und vielfachwürdigen vorschreiten (einer prozession) Göthe 34, 22 W.; man geht oft eben so gern zurück, als man vorschreitet Tieck (1828) 20, 232; während er festen trittes in die mitte der halle vorschritt Fouqué zauberring (1812) 1, 31; es gelang ihm ... bis an das geländer der treppe vorzuschreiten Storm (1899) 2, 301;
(Menelaos) schritt, blank in erz, durchs vordertreffen vor (Il. 5, 562)
Bürger 165ᵃ Bohtz;
schreitet vor,
bis ihr zu einem quell gelangt
Hebbel w. 1, 233 W.;
doch der sichere mann, vorschreitend, winkete gnädig
Mörike 1, 85 Göschen.
auf die sich bewegenden glieder bezogen: ein frauenzimmer im taffeten kleide wird im gehen mit dem knie, welches vorschreitet, eine bucht ins zeug drücken Sturz (1779) 1, 52; im bilde: die 222 fortschrittsbeine werden freilich nicht weit vorschreiten A. Ruge briefw. u. tageb. (1886) 2, 215. — von tieren: πρόβατον, das vorschreitende thier J. Grimm kl. schr. 1, 130; (die gais) hob schnuppernd das haupt und schritt langsam vor M. v. Ebner-Eschenbach (1893) 4, 417.
swelch vihe vür screit,
hin widere man ez treib
Diemer dt. ged. 29, 22.
2)
freier von der taktischen oder strategischen vorwärtsbewegung von truppen: das langweilige vorschreiten der armee Göthe 33, 4 W.; der oberfeldherr der deutschen mächte ... schritt behutsam über Trier und Luxemburg vor Dahlmann gesch. d. franz. revol. (1845) 454; während das xi. korps dort bereits feste stützpunkte für weiteres vorschreiten gewonnen hatte Moltke (1892) 3, 16; dasz die preuszischen heere ... in siegreichem vorschreiten waren Bismarck ged. u. erinn. 2, 119 volksausg.diese freiere anwendung wird dann in mannigfaltiger weise weiter entwickelt: das flammenartig vorschreitende bekannte spectrum Göthe II 2, 262 W.; bei den vorherrschenden nord- und nordwestwinden ... schreiten ... die sandhügel jährlich 12 bis 16 fusz vor Ritter erdkde (1822) 1, 1019; so dringen seine wurzeln ... wie eisern in die mauern, und sprengen, einmal darin vorgeschritten, das haus fürst Pückler briefw. u. tageb. (1873) 4, 24; in folge des vorschreitens der nadelwaldregion Nehring tundren u. steppen (1890) 158; sonst hätten sie aus ihrem (der sterne) vorschreiten den stand der nacht erkennen können Stifter (1904) 5, 1, 242. — klänge, töne: dasz wenigstens eine stimme blos durch ganze takttheile vorschreitet Sulzer theorie d. schönen künste (1792) 3, 384; das dem jambus und pyrrhichius eigne vorschreiten W. v. Humboldt 4, 358 ak. ausg.gedachte bewegung: bild an bild ward neben ihm an den wänden sichtbar, einige so weit aus der mauer vorgeschritten, dasz die dämmerung sie fast ... zu lebendigen leibern gestaltete Fouqué zauberring (1812) 1, 34.
3)
voran-, vorausgehen, anführen:
dämmrig-schwach ist jetzt der führer,
der vorschritt einst im glanz
Herder 16, 326 S.;
frei: jambus mit vorschreitendem spondeus Voss zeitmess. d. dt. spr. (1802) 101. — mit dem dat. einem vorschreiten, zum muster, zur nachahmung Campe.ihm vorangehen: einem herrn oder dessen kutsche vorschreiten Kramer teutsch-ital. dict. 2 (1702) 665ᵇ; ein junger fackelträger schreitet ihm vor jahrb. d. Grillparzerges. 8, 28;
eure pfade zu bereiten
schreit ich allen andern vor
Göthe 16, 249 W.
4)
aus dieser bedeutung entwickelt sich übertragener gebrauch: einem mit seinem guten exempel vorschreiten Kramer teutsch-ital. dict. 2 (1702) 665ᵇ. — an jemandem vorüber und dann ihm vorausgehen, in übertragung jemandem zuvorkommen, ihm vorgreifen, dann aber vor allem, weiter in der entwicklung sein als er, ihn in irgend einer beziehung übertreffen: doch wil ich hierin keinem basz verständigen fürschreiten Ayrer hist. proc. juris (1600) 4;
doch wil ich eur gnad nicht fürschreiten
Ayrer 1, 659 Keller.
(predigten,) mit denen er doch ... seinen zeitgenossen so weit vorschritt Herder 17, 20 S.; dasz Frankreich keineswegs ... an seemännischer kunst und nautischer taktik, noch weniger aber an muth den söhnen Albions vorgeschritten sei G. Forster (1843) 6, 41; der in philosophischem denken ... mir weit vorgeschritten war Göthe 28, 289; dasz sie an alter und grösze mir weit vorgeschritten waren G. Keller (1889) 1, 84;
emsigkeit,
die gar der sonnen selbst bemüht ist vorzuschreiten
Besser (1732) 1, 21.
das perf. mit haben umschrieben:
wir haben in der zucht
und in der redlichkeit euch Welschen vorgeschritten
Harsdörffer frauenz.-gesprächsp. (1641) 8 )( )( 5ᵃ.
5)
von der zeit und ihren theilen; das part. prät. vorgeschritten kann dabei in dem prägnanten sinne eines schon weit vollzogenen verlaufs gebraucht werden: nicht für heut und morgen, sondern für undenklich vorschreitende zeitenreihe Göthe 25, 270 W.; je weiter die nacht vorschritt Raabe d. hungerpastor (1864) 231; (prägnant:) da die nacht vorgeschritten war, stand R. auf, um zur ruhe einzuladen Stifter 9 (1932) 193; trotz der vorgeschrittenen winterszeit Fontane I 1, 75; bei vorschreitenden jahren Meinecke leben d. generalf. v. Boyen 1, 421: wie die stunden vorschritten E. Strausz kreuzungen 264;
die tage schreiten vor und ahnungsvoller
bewegen sich nun freud und schmerz heran
Göthe 10, 292 W.
vorgeschrittenes alter, höheres: eine frau von schon ziemlich vorgeschrittenem alter Kerner bilderb. (1849) 139. — in gleichem sinne prägnant: in vorgeschrittenen jahren.
6)
der allgemeine übertragene gebrauch des verbums ist im entwickelten nhd. auszerordentlich reich entfaltet; beachtenswert erscheint, dasz Adelung die 'figürliche' anwendung dem oberdt. zuweist. die ursprüngliche sinnliche vorstellung wird dabei mehr oder minder mit festgehalten, vor allem natürlich bei persönlichem object, und wirkt auf den sinn in verschiedener weise ein. es kann bloszes fortführen einer handlung, eines verfahrens, einer entwicklung gemeint sein, unter umständen auch der anfang, das wirklich werden, oder aber es kann der erfolg, der schon dem ziel, dem endzweck näher kommende verlauf bezeichnet werden; eine scharfe sonderung der gebrauchsweisen ist nicht überall möglich.
a)
mit vorgehen berührt sich das verbum, wenn es das eintreten in tätigkeit, wirken, unternehmung bezeichnet; hier ist wiederum die prägnante anwendung zu beachten, die besonders in der verbindung mit gegen hervortritt und sich zur vorstellung des angriffs, der bekämpfung, zurechtsetzung, bestrafung u. ä. verschärfen kann: muszte man mit anstalten zum bombardement vorschreiten Göthe 33, 27 W.; man sollte nicht so leicht mit ehescheidungen vorschreiten gespräche 7, 295 W. v. Biedermann; diesem war es sehr darum zu thun, nur unter wohlverbrieften bedingungen in dieser sache vorzuschreiten Laube (1875) 2, 171; in nachweisung der menschlichen kräfte wird folgender maszen vorgeschritten Stifter (1904) 14, 8; da man nun weder ohne den pabst vorschreiten wollte, noch auch anstalt machte, ihm zwang anzuthun Ranke (1867) 94. — ob er gleich schon lange gegen ihn habe vorschreiten können M. I. Schmidt gesch. d. Deutschen (1778) 3, 426; aber welche mittel besaszen sie nun, dagegen vorzuschreiten? Ranke (1867) 16, 287.
b)
durch besondere zusätze kann auf die ursprüngliche sinnliche bedeutung hingewiesen werden: ein herrliches naturell, das auf dem wege der vollständigsten ausbildung schon weit genug vorgeschritten ist Göthe gespräche 3, 173 W. v. Biedermann; (ehrenbezeugungen,) die mich vielfach ermunterten, auf der betretenen bahn vorzuschreiten J. Grimm kl. schr. 1, 17; auf welchem wege man nun aber vorschreiten solle Ranke (1867) 14, 222;
in dem gedanken fand ich trost und muth,
auf meinem wege wieder vorzuschreiten
Raupach dram. w. ernster gattung (1835) 4, 128;
(fortschrittmänner) so schreitet ihr denn vor mit riesenschritte
Grillparzer 2, 204 Cotta.
c)
angabe eines ziels, einer richtung: zur hauptsache vorschreiten Adelung; deste furderlicher ym handel zu dem künfftigen generalconcilio ... furzuschreiten Luther 15, 274 W.; dasz ihr bisz zu vollstreckung der liebe fürschritten Amadis 19 Keller; volgends zu dem paternoster und also fürausz fürschreiten kirchenordn. f. Braunschweig (1569) 318; bisz zum urtheil zu procedirn und fürzuschreiten Sattler phraseologey 206; die handlung ist bis zur mitte vorgeschritten Hebbel br. 2, 353 W.; von dem besondern aus zum allgemeinen vorzuschreiten Gervinus gesch. d. dt. dicht. (1853) 5, 435; sehr langsam und unmerklich zu neuen gebilden vorzuschreiten W. H. Riehl d. dt. arbeit (1861) 37; einen plan, in welcher art sie zur erlernung der lateinischen sprache vorschreiten wolle Scheffel (1907) 1, 184; dasz die debatte mit einer solchen schnelligkeit bis zu diesem punkte vorschreiten werde Bismarck polit. reden 1, 138 Kohl; dasz Cäsars halbnomaden bei Tacitus zur festen siedelung vorgeschritten sind Wimmer gesch. d. dt. bodens (1905) 18. — gewählter ausdruck: der nun den mantel dritter person verlassend in die erste vorschreitet J. Grimm kl. schr. 3, 278.
d)
mit (in) den jahren vorschreiten, älter werden: (volksdichter werden) je weiter sie in den jahren vorschreiten, desto frischer und lebendiger Hoffmann v. Fallersleben (1890) 7, 306. — in anderem sinne vom darstellenden schriftsteller: weil ich mit meinem Reineke der zeit nach etwas vorgeschritten bin, so wollen wir nächstens einige schritte (in der zeit) zurückgehen Herder 16, 222 S.; so dürfen wir fünfzig jahre weiter vorschreiten und wir finden in Österreich noch immer die ähnlichen dichtungen Gervinus gesch. d. dt. dichtung (1853) 2, 152. — vgl. noch: an der mutter tod knüpften sich andre erinnerungen fest, und so kam das gemüth des jünglings nach und nach vorgeschritten in die gegenwärtige stunde Fouqué zauberring (1812) 1, 34; eben so wenig wagten sie in die zukunft vorzuschreiten und das neue Frankreich fest zu begründen Gervinus gesch. d. 19. jh. (1855) 2, 297.
e)
in der übertragung geht das wort allmählich und z. th. unmerklich zur prägnanten bedeutung über, insofern annäherung an ein ziel, wachsende vervollkommnung bezeichnet wird, doch kann das verbum auch in einem mehr neutralen sinne gebraucht werden; in beiden anwendungen kann vorschreiten als ein von Göthe mit besonderer vorliebe gebrauchtes wort bezeichnet werden.
α)
von personen; ganz neutral vom schriftsteller, der in seiner darstellung weiter geht: damit wir aber weiter in dieser sachen fürschreiten Fronsperger kriegsb. 2 (1573) f 4ᵃ; ich schreite weiter vor in der worterklärung J. Grimm kl. schr. 2, 6. — als man schon ziemlich weit in der mahlzeit vorgeschritten war Immermann 7, 14 B.; kaum war ich etwas in meiner toilette vorgeschritten fürst Pückler briefw. u. tageb. (1873) 5, 79. — in besonderer anwendung auf das erlangen höherer würden: das vorschreiten des vielleicht bald mit dem purpur eines cardinals bekleideten priesters Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 3, 107; verbesserung der lebenshaltung: da es (das geschäft) wenigstens für den anfang eine zuflucht zu weiterem vorschreiten böte G. Keller (1889) 1, 269. — freier und zum prägnanten gebrauch überleitend: ich verehre den menschen, der deutlich weisz was er will, unablässig vorschreitet Göthe 22, 333 W., vgl. z. b. noch 20, 38; 25, 83; IV 13, 19; 27, 16; 30, 185; 32, 24; 39, 199; hier aber fordert das weitere vorschreiten (im denken) grosze behutsamkeit W. v. Humboldt 4, 45 ak. ausg.; ich war damals noch nicht so weit in der erkenntnisz vorgeschritten Holtei erz. schr. (1861) 23, 13.
β)
sehr oft mit unpersönlichem subject; von allmählich entstehendem schriftwerk: bey dem langsamen vorschreiten meiner hefte Göthe IV 42, 78 W.; habe dank für deinen langsam vorgeschrittenen brief IV 36, 234; das buch Rahel schreitet gut vor fürst Pückler briefw. u. tageb. (1873) 3, 232; begonnen 1777, ist er (Wilhelm Meister) in langsamem vorschreiten vollendet worden D. Fr. Strausz (1876) 6, 210; (er hat) ein bereits sehr vorgeschrittenes werk über russische zustände unter der feder A. v. Droste-Hülshoff br. an Lev. Schücking (1893) 350. — wi weit die liebe in der fraindtschaft raichen und fürschreiten sölle J. v. Schwarzenberg d. t. Cicero (1535) 70ᵇ; möge alles zum besten vorschreiten Göthe IV 41, 7 W., vgl. IV 29, 42; 28, 42; 36, 235; je weiter die begebenheiten vorschritten Holtei erz. schr. (1861) 3, 67; im griechischen verbum ist die abgezogenheit weiter vorgeschritten J. Grimm kl. schr. 1, 128; das aufsehen, das sie durch ihre vorgeschrittene heiterkeit machten Fontane I 4, 266. — bei übeln natürlich entwicklung im gegensinn: trotz ihrer vorgeschrittenen altersschwäche Storm (1899) 5, 132; schwindsucht in vorgeschrittenem stadium.
γ)
mit stärkerer betonung der entwicklung zum vollkommneren, der annäherung an ein ziel, durch entsprechende zusätze bestimmt, doch auch alleinstehend: sollten sie weiter, sowohl in erfahrungen als auch in dem nachdenken darüber ... vorschreiten Göthe IV 22, 92 W., vgl. IV 10, 281; 25, 131; 19, 173; allenthalben aber war ein rühmen, wie die menschheit vorschreite Tieck (1828) 6, xxxii; nun ist aber Indien nie vorgeschritten Hegel (1832) 9, 146; bessere zukunft und geistiges vorschreiten J. Grimm kl. schr. 4, 205; die behandlung der saiteninstrumente ist nicht minder vorgeschritten (gegenüber der zeit Mozarts) O. Jahn Mozart (1856) 4, 139 anm. 40; das ganze (ein meierhof) war seit meiner vorjährigen anwesenheit in ordnung und fülle sehr vorgeschritten Stifter 6 (1921) 243.
δ)
der prägnante sinn tritt besonders oft im part. prät. hervor: die vorgeschrittenen, und gesteigert, vorgeschrittneren, vorgeschrittensten schüler; den vorgeschrittenen einsichten des zeitalters angemessen Schopenhauer 3, 493 Gr.; schon mehr vorgeschrittene schüler D. Fr. Strausz Schubarts leben 1, 27; in einer formell schon vorgeschrittenen schrift Gervinus gesch. d. dt. dicht. (1853) 5, 238; erfindungen der vorgeschrittenen schiffahrt Ranke (1867) 14, 8; in vorgeschritteneren theilen Afrikas Bücher arbeit u. rhythmus (1899) 262; die Gothen sind das vorgeschrittenste volk unter den alten Germanen W. Scherer literaturgesch. 31.
ε)
auch das part. präs. kann neben der allgemeinen übertragenen anwendung in prägnantem sinne gebraucht werden: aus den vor- und rückschreitenden eigenschaften des menschlichen geistes, aus der strebenden und sich selbst wieder retardirenden natur Göthe IV 13, 33 W.; die geschichtliche entwicklung, organisch vorschreitend Laube (1875) 1, 39; in stetiger folge vorschreitend O. Ludwig (1891) 5, 101. — der mit schönen talenten und kenntnissen einen vorschreitenden geist und mäszige gesinnungen verbindet Göthe IV 16, 294 W., vgl. noch I 24, 296; 42, 1, 30; IV 27, 119; 42, 220; in unsern vorschreitenden zeiten Gutzkow ritter v. geiste (1850) 1, 212; Scarlatti, so vorschreitend, so vielseitig, so unerschöpflich er auch war Chrysander Händel (1858) 2, 71.
7)
einzelnes: er gibt allen creaturen ein gesatz, das sie nit vorschreiten S. Franck sprichw. (1541) 2, 93ᵃ, nicht weiter gehen, als sich gebührt.uneigentlich: an etwas vorbeigehen, es übergehen: dann dasz ich jetzunder fürschreidt und bleiben lasz Agricola bergwerckb. (1621) 17.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1938), Bd. XII,II (1951), Sp. 1507, Z. 61.

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Zitationshilfe
„fürschreiten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrschreiten>, abgerufen am 02.12.2020.

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