Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenblut, n.

fürstenblut, n.
1)
blut eines fürsten, überhaupt blut von fürsten:
theurer stamm von alten helden, ...
wann dein kühnes fürstenblutt für das heyl der christenwelt
für des Rheinstroms sicherheit kämpffend in den sand verfällt.
Abschatz glückw. 13;
sie (die gräfin Katharina von Schwarzburg) selbst begibt sich wieder nach dem saale, wo die fürsten noch bei tische sitzen .... „das wollen wir doch sehen“, antwortete sie aufgebracht. „meinen armen unterthanen musz das ihrige (das geraubte vieh) wieder werden, oder, bei gott! .... fürstenblut für ochsenblut!“ Schiller 1079ᵇ;
fürstenblut geflossen
in der Lütznerschlacht.
Schenkendorf ged. 25.
2)
blut in adern durch das die person einem fürstlichen stamm angehört, fürstliches geblüt, fürstliche herkunft:
dasz niedriges geblüte
auff hohen stühlen sitzt, und gehet in der mitte
und fährt mit sechsen her, verachtet fürstenblut.
Logau 2, 15, 38;
secretair. (der herzog) versöhnt sich mit dem könig
und macht sichs zur bedingung: dieses kind (eine natürliche
tochter)
als fürstin seines stamms erklärt zu sehn.
hofmeisterin. und gönnt ihr dieser köstlichen natur
vom fürstenblute nicht das glück des rechts?
Göthe 9, 283 (d. nat. tocht. 2, 1);
in Elvirens adern rollt
fürstenblut.
Müllner d. schuld 160.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 860, Z. 74.

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Zitationshilfe
„fürstenblut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenblut>, abgerufen am 04.12.2021.

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