Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstengewalt, f.

fürstengewalt, f.
1)
die einem fürsten zustehende gewalt: so unterhielt er ihn ... von dem werthe seiner religion in rücksicht auf regierung und fürstengewalt. Klinger 10, 105; durch erwerbung der fürstengewalt hatten sich einige geschlechter des adels vor den andern emporgeschwungen. Bluntschli staats- u. rechtsgesch. der stadt und landschaft Zürich 1, 183.
2)
eine von einem fürsten mit willkür ausgeübte gewalt, besonders wenn sie drückend ist: wenn erst alle bürger als gleichgemessene einzelwesen neben einander gestellt wären, ... dann würde das reich der vollkommnen glückseligkeit kommen, das bis jetzt durch priestertrug und fürstengewalt ... verzögert worden sey. Becker weltgesch. 12, 77.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 865, Z. 39.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
fürnehmen
Zitationshilfe
„fürstengewalt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstengewalt>, abgerufen am 06.12.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)