Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstengunst, f.

fürstengunst, f.
die gunst eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person oder fürstlicher personen, fürstliche gunst:
den fürsten- oder pöbelgunst,
den furcht und hoffnung nicht bethöret.
aus Weckherlins ged. bei Herder z. sch. lit. u. k. 13, 209;
der thor sucht ...
in todten schätzen trost und heil in fürstengunst.
Hagedorn (1764) 1, 33;
dieser kleine witz, den die natur
zu gespräch und liedern mir verliehen,
mag sich nie um fürstengunst bemühen.
Klamer Schmidt verm. ged. 1, 20;
denn es ist mit der kunst
wie mit der tugend: wer nicht beide
um ihrer willen liebt, nur liebt um fürstengunst,
der fühlt ihr äuszres nur.
Göckingk 2, 131;
wie? oder sieht sein stolz, von fürstengunst genähret,
die sklavinn nur in mir?
Gotter 2, 118;
die herzogin Libussa begabte sie mit allen ehrenzeichen der fürstengunst. Musäus volksm. (1787) 3, 70; haben Sie wohl genau überdacht, dasz nichts unsicherer ist, als fürstengunst, vornämlich eines so jungen, flüchtigen, lockern fürstensohnes, wie dieser. Kretschmans fam. Eichenkron 54;
dich siehet man ...
... buhlen um die fürstengunst, indesz
dein vaterland von schwerer geisel blutet.
Schiller 525ᵃ (Tell 2, 1);
der dienst der freiheit ist ein strenger dienst,
er trägt nicht gold, er trägt nicht fürstengunst.
Uhland Ernst 103.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 866, Z. 48.

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Zitationshilfe
„fürstengunst“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstengunst>, abgerufen am 24.11.2020.

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