Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenhaupt, n.

fürstenhaupt, n.
1)
der kopf eines fürsten, einer fürstin oder überhaupt einer fürstlichen person:
der feind hat ihn (den herzog von Montmorency) genommen
und ruckwarts (durch einen ruck des fallbeils) hingeraubt,
das kluge fürstenhaubt.
Harsdörfer mordgesch. 349.
2)
ein fürst, eine fürstin oder überhaupt eine fürstliche person:
indessen wenn man dich (herzog Friedr. Ludewig zu Schleswig-Holstein
ist angeredet), o fürstenhaupt! gesehn.
Gottsched 1, 371;
denn, landesmutter! solch ein tag, ...
daran zu unserm glück und ruh
dergleichen fürstenhaupt, als du,
pflegt an das licht gebracht zu werden.
2, 68;
er hat ein fürstenhaupt, vor vielen brav und edel,
aus seinem diadem der schönsten perl beraubt
und hat sie hingepflanzt auf den gemeinsten schädel:
der nennt sich nun getrost ein haupt.
Tiedge markt d. l. 1, 113.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 867, Z. 49.

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Zitationshilfe
„fürstenhaupt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenhaupt>, abgerufen am 06.12.2021.

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