Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenherz, n.

fürstenherz, n.
1)
das herz eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person:
kühnlich durch den purpur bohrt der pfeil der rache
fürstenherzen kalt.
Schiller d. schlimmen monarchen, in der anthol. auf 1782 s. 167.
2)
die innere empfindung eines fürsten oder überhaupt einer fürstlichen person in beziehung auf das verhalten gegen andere, auf das thun u. s. w.:
er hatte fürstenherzen schon
zu duzenden regieret.
Blumauer Virgils Äneis 1, 131;
o leuchte, Friedrichs ehre,
in jedes fürstenherz!
Tiedge markt d. l. 1, 136.
3)
eine eines fürsten würdige gesinnung, ein fürstliches d. h. edles erhabenes gemüth. Stieler 830.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 868, Z. 35.

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Zitationshilfe
„fürstenherz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenherz>, abgerufen am 20.10.2021.

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