Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenknecht, m.

fürstenknecht, m.
ein einem fürsten oder einer fürstlichen person völlig unterwürfiger: das hat euch ein fürstenknecht gerathen. Göthe 8, 142 (Götz 5). 42, 416;
warum blieb er ein fürstenknecht?
hätt unser knecht seyn sollen.
47, 239:
und was war nun mein dank dafür, dasz ich (Wallenstein spricht),
ein treuer fürstenknecht, der völker fluch
auf mich gebürdet — diesen krieg, der nur
ihn (den kaiser) grosz gemacht, die fürsten zahlen lassen?
Schiller 343ᵃ (d. Picc. 2, 7);
geh hin, verkaufe deine freie seele,
nimm land zu lehen, werd ein fürstenknecht,
da du ein selbstherr seyn kannst und ein fürst
auf deinem eignen erb und freien boden.
Schiller 525ᵇ (Tell 2, 1).
Vgl. fürstendiener.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 870, Z. 81.

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Zitationshilfe
„fürstenknecht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenknecht>, abgerufen am 28.11.2020.

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