Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenschatz, m.

fürstenschatz, m.
eine fürstliche casse, die casse in welche die einnahmen des fürsten flieszen. fiscus, ein fürsten schatz oder schatzkammer. Alberus dict. HH iijᵃ. fürstenschatz (der), das einkommen eines fürsten von seinem eygenthuͦmb här, so nit von wägen desz fürstenthuͦmbs ist, fiscus. Maaler 150ᵈ und danach Henisch 1308, 66. fiscalis, das zuͦ den fürstenschätzen gehört. Frisius (1556) 566ᵇ und danach Maaler. fürsten-, königs-schatz, fiscus principis, regis. Stieler 1741. fürstenschatz, das einkommen eines fürsten. Rädlein 314. natürlich begreift fürstenschatz dann auch die staatscasse, in so fern ein fürst über dieselbe zu verfügen hat. ferner: durch einen fürsten oder überhaupt fürsten aufgesammeltes kostbares und werthvolles.
o! Teütschlands schöner gaist
ist klug, ersinnt und thut, wasz sonsten niemand laistt.
wer das nicht glauben will, darf nur nach Dresden gehen,
nach München etwan auch, da wird er stücklein sehen,
die wahre zeügen seyn, und wol ein fürsten-schatz.
Rompler erstes geb. 57.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 877, Z. 20.

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fürnehmen
Zitationshilfe
„fürstenschatz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenschatz>, abgerufen am 28.11.2020.

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