Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstensohn, m.

fürstensohn, m.
ein sohn eines fürsten, also auch ein unehelicher sohn eines solchen. im besondern und vorzugsweise aber ein prinz: fürstenson, princeps junior. Stieler 2056.
nie fehl es unserm reiche
an einem fürstensohn, der Dir an tugend gleiche!
Wieland Oberon 12, 94;
ich liebte einen fürstensohn (don Karlos) —
Schiller 294ᵇ (Karlos 4, 21);
wenn
jahrhunderte dahin geflohen, wird
die vorsicht einen fürstensohn, wie er,
auf einem thron, wie seiner, wiederholen.
ebenda;
ists denn so was auszerordentliches, wenn ein junges geschöpf von einem fürstensohne einmal mit verdrusz fühlt, dasz ihn überall glanz und ceremonie verfolgt? Kretschman fam. Eichenkron 23. mit einem gegensatze:
auch gebietern drohet ein gebieter,
über der natur steht hoch sein thron:
ihm gehorchen musz der schlachtenwüther,
ihm der bettler und der fürstensohn.
Tiedge elegieen 1, 91.
Vgl. kaisersohn, königssohn, fürstenkind, fürstenknabe, fürstenmädchen, fürstentochter.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 879, Z. 63.

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Zitationshilfe
„fürstensohn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstensohn>, abgerufen am 24.11.2020.

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