Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenstadt, f.

fürstenstadt, f.
1)
eine fürstliche stadt, eine nur unter der oberhoheit eines oder mehrerer fürsten stehende stadt. s.fürst 2). fürstenstat, quae subest territorij dominis. Schottelius 480ᵇ. fürstenstadt, ducalis municipalis. Stieler 2113.
2)
eine stadt, in der fürsten ihre versammlungen halten oder ihren sitz haben: dort hinauf flammte unsre fürstenstadt Mattum! Klopstock Hermann u. d. f. 105 (sc. 9).
3)
eine stadt, in der ein fürst als herscher des landes seinen bleibenden wohnsitz hat, eine residenzstadt. vgl.fürstensitz 4).
dort seh ich fluren, flüsz und wiesen
und stolzer fürstenstädte pracht.
Göttinger musenalm. 1777 s. 44;
siegern gleich ...
wallet aus Aurorens rosenbette
gottes sonne über fürstenstädte.
Schiller vorwurf, in der anthol. auf 1782 s. 76.
4)
eine stadt gleichsam als fürstin unter den städten, eine herrliche, prächtige stadt. Campe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 880, Z. 49.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
fürnehmen
Zitationshilfe
„fürstenstadt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenstadt>, abgerufen am 27.11.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)