Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenstamm, m.

fürstenstamm, m.
1)
der fürstliche stand, der fürstenstand:
ich bin auch ausz dem fürstenstamm.
Gilhusius 131;
der ander aber war Argante, dieser kam
frembd an Egypter hoff, vom glücke hin getrieben.
der könig der erhub jhn in den fürstenstamm,
und ward in höchsten grad desz krieges eingeschrieben.
Werder Gottfried 2, 59.
2)
ein fürstliches geschlecht in auf- wie absteigender linie:
es wundert euch vielleicht, wie eine frau, wie ich,
zu solchen dingen kömmt, die selbst dem fürstenstamme
verborgen sind und sonsten männiglich.
Wieland Ob. 4, 42,
ein bedeutendes kind aus uraltem fürstenstamme, dem beschieden ist, künftig auf die welt ungeheuren einflusz zu haben. Göthe 39, 82;
doch wenn du nun den letzten abkömmling
des welken fürstenstammes niederwirfst.
Uhland Ernst 100.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 880, Z. 69.

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Zitationshilfe
„fürstenstamm“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenstamm>, abgerufen am 04.12.2020.

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