Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstentag, m.

fürstentag, m.
eine zu berathung und beschluszfassung auf einen bestimmten tag berufene versammlung von fürsten, im besondern von fürsten eines reiches oder einer landschaft, conventus principum. Steinbach 2, 791. Frisch 1, 309ᵇ. der schlesische fürstentag, vgl. fürstensaal 2). der fürstentag im herbste 1863 zu Frankfurt am Main, an welchem unter dem vorsitze des kaisers von Österreich alle fürsten des deutschen bundes, den könig von Preuszen ausgenommen, versammelt waren. von dem begriffe einer solchen versammlung von fürsten eines reiches ausgehend, auch so viel als reichstag:
Wallenstein. doch auf dem Regenspurger fürstentag
da brach es auf! da lag es kund und offen,
aus welchem beutel ich gewirthschaftt hatte. ...
Questenberg. eure gnaden weisz,
wie sehr auf jenem unglücksvollen reichstag
die freyheit ihm (dem kaiser) gemangelt.
Schiller 343ᵃ (die Piccol. 2, 7).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 882, Z. 42.

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Zitationshilfe
„fürstentag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstentag>, abgerufen am 18.01.2022.

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