Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstenthron, m.

fürstenthron, m.
1)
der thron eines fürsten im allgemeinen sinne dieses wortes, solium principale. s. fürst 2).
denkst du, ich (könig Heinrich spricht) lasse meinen fürstenthron,
worauf mein vater und groszvater sasz?
A. W. Schlegel Shaksp. Heinrich VI. dritter theil 1, 1;
denn alle fürstenthronen auf einander
gestellt, bis zu den sternen fortgebaut,
erreichten nicht die höhe, wo sie steht
in ihrer engelsmajestät!
Schiller 343ᵃ (j. v. Orl. 3, 1).
2)
der thron eines fürsten im engsten sinne dieses wortes. s. fürst 9). geistlicher, staatsmann, so nahe den fürstenthron zu besteigen. Göthe 30, 236.
3)
fürstliche stellung, hohe stellung des fürsten oder überhaupt fürstlicher personen, principatus:
einst günstlinge des glücks, von einem fürstenthron
geschleudert, bringen sie das leben kaum davon,
das nackte leben kaum.
Wieland Oberon 7, 41.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 882, Z. 70.

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Zitationshilfe
„fürstenthron“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstenthron>, abgerufen am 04.12.2021.

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