Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fürstlein, n.

fürstlein, n.,
dim. von fürst.
1)
ein fürst in seinen kinderjahren. fürstlein, fürstgen, printz, junger herr, jeune prince. Rädlein 314.
2)
ein an land oder macht oder ansehen geringer fürst. fürstlein, fürstgen, geringer fürst, petit prince. Rädlein a. a. o. fürstlein (kleiner fürst, so wenig land und unterthanen hat), regulus, parvus et impotens princeps. Kirsch (1723) 2, 126ᵃ und danach Matthiä (1761) 2, 161ᵇ, der, mit komma statt jener klammern,regulus, dominus modici territorii, angustae ditionisbeisetzt.
wer war darbei?
anderthalb fürstlein.
Opel u. Cohn 210, 4;
und Karl (könig Karl VIII. von Frankreich) besasz die leichte beute (Italien) schon,
als, sinnreich auf geheime ränke,
der welschen (subst.) fürstlein banger rath
die nachbarn Galliens um schnellen einfall bat.
v. Nicolay (1792) 2, 69.
3)
ein von wuchs kleiner fürst. ich sagte zu dem fürstlein, einem der wassermännlein, d. h. der klein gestalteten, unter einem könige stehenden fürsten oder prinzen des Mummelsees. Simplic. (Keller) s. 752.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 889, Z. 55.

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fürnehmen
Zitationshilfe
„fürstlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrstlein>, abgerufen am 04.12.2020.

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