Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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fürwitzen

fürwitzen,
ein von dem weit häufigeren und geläufigeren fürwitz m. und f. abgeleitetes verbum, das, nach dem mit ihm zusammengesetzten verfürwitzen (s. d.) zu schlieszen, im 15. jh. sich gebildet hat. es bedeutet:
1)
fürwitz treiben und zwar
a)
sich vordrängender neugier hingeben, vorschnell neugierig sein. vgl.fürwitz 3).
b)
sich vermessen vordrängen, aus selbstüberhebung sich vorwagen oder zu weit wagen, in vermessenem übermuthe es zu weit treiben. vgl.fürwitz 4). curiosum esse, fürwitzen, klügeln, meistern. Schöpper syn. nr. 7. dz (dasz) sie anfiengen zuͦ fürwitzen und muͦtwillen mit der schrifft. Frank chron. 505ᵇ; der geist des verstandes gehet in kein muͦtwilligen spötter, der mit der schrifft nur fürwitzt und sein maisterschafft daran wil erzaigen. dessen lob des göttl. worts 151 (158ᵃ); man fürwitzt und muͦtwilt also mit den wörtern und sprachen, das (dasz) man bald hinlegt, das man ein weil gebraucht hat. 155 (163ᵃ);
kanst nit auch von den weibern sagen,
die auch mit den kleydern fürwitzen
und hinder den männern popitzen,
all new tracht wöllens habn mit hauffen
und wider mit schaden verkauffen.
H. Sachs IV. 3, 44ᵇ;
ehebrechen und unkeuschheit treiben heiszt bey den huetterischen brudern fürwitzen. der bruder oder die schwester hat gefürwitzt. Erhard 17, bei Schmeller 4, 207; die mehriste männer helfen ihren weibern fürwitzen. Gansler, s. Schmeller ebenda.
2)
trans.: durch zuweitgehen in vermessenem übermuth erforschen oder erfahren. mit acc. oder einem satze der accusativisch zu nehmen ist: er wollte fürwitzen, was ihme von dem glücke beschaffen wäre. Gansler, bei Schmeller a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 944, Z. 19.

fürwitzen, n.

fürwitzen, n.
der als subst. gesetzte inf. des vorigen verbums: mitteld.
wie ein nunne wêre,
die zeimâl (einmal) durch vurwitzen
nicht konde wol gesitzen
und irre zucht gewarten.
passional K. 287, 21.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 944, Z. 50.

vorwitz, m.

vorwitz, m.
(über die genusentwicklung s. fürwitz teil 4, 1, 1, 939f.), ahd. firiwizzi, vereinzelt firwizze, furwizze und furewizze (bei Notker) s. u. 1 und 2 a; mhd. vir-, vür-, vorwiz (-witze) mhd. wb. 3, 793f.; Lexer 3, 368; 485; 618; frühnhd. virbitz (vereinzelt), für-, vorwitz, s. teil 4, 1, 1, 940 (dort ist auch die verdrängung von für- durch vorwitz in den nhd. wörterbüchern dargelegt); ae. fyrwit Grein-Köhler 238; Bosworth-Toller 355; as. firiwit Sehrt 133; mnd. vorwitte Schiller-Lübben 5, 509; mndl. veurwitte Verwijs-Verdam 9, 1, 1145 s. v. vorewetich (2); an. entspricht forvitni, s. Falk-Torp 1, 265 s. v. forviten; die neueren skandinavischen formen zeigen mnd. einflusz: mschwed. forvit, forviti Söderwall 1, 316f.; schwed. förvett ordbok över svenska spraͦket F 3538; dän. (in qu. d. 15./16. jhs) forvid (3) Kalkar 1, 742. in heutiger mundart: vä̂awötz Fischer Samland 96; vörwitz Müller Reuter-lex. 159; (in -nase) Hönig Köln 197; vüarwitz Leithäuser Barmen 167; vurwödz Christa Trier 212; firwetz Crecelius oberhess. 396; luxemb. ma. 471; Gangler luxemb. 473; virwetz, vur-, vorwitz Follmann lothring. 162; 171; 177; siebenbürg.-sächs. 2, 536; fürwitz Martin-Lienhart elsäss. 2, 887; Fischer schwäb. 2, 1887; Schmeller bair. 1, 746; 2, 1062f.; Schöpf Tirol 162; Seiler Basel 120; schweiz. id. 1, 191. — westgerm. kompositum aus witz (wohl noch in der alten bedeutung 'kenntnis, summe des gewuszten und wiszbaren', s. teil 14, 2, 861 und Trier d. dt. wortschatz 1 (1931) 39 und 66f.) und der intensivpartikel firi- 'hinüber, hindurch' (got. faír-, idg. peri-, s. darüber Kuhns zeitschr. 16, 25, Falk-Torp wortschatz d. germ. spracheinheit 231, Wilmanns dt. gr. 2 (1930) 547, § 405 und Feist vgl. wb. d. got. spr. (1939) 137), die als wortbildungselement bald ungebräuchlich wurde und über die umdeutungsform fure- (s. teil 4, 1, 1, 939) nhd. vor- ergab. im ahd. und ae. findet sich das partikelkompositum zugleich adjektivisch (s. viriwiz[i] curiosus Graff 1, 1098 f. sowiefürwitz, adj., teil 4, 1, 1, 943 und fyrwit curiosus Bosworth-Toller 355).
1)
'wunder' (das über das übliche wissen und erfahrungsmasz bzw. das wiszbare hinausgehende, erstaunliche, verwunderung erregende, vgl. firiwizlîh 'wunderbar, erstaunlich, überaus schön' teil 4, 1, 1, 947 s. v. fürwitzlich):
dat gafregin ih mit firahim firiuuizzo meista,
dat ero niuuas noch ufhimil
kl. ahd. sprachdenkm. 16, 1 Steinmeyer (Wessobrunner gebet);
ähnlich: firiwizzi portentum (wunderzeichen) ahd. gl. 2, 419; 475 und 4, 88 St.-S.; die wendung ins subjektive, zur bedeutung 'verwunderung, erstaunen' (vgl. die entwicklung von wunder) geschieht in der unpersönl. fügung ist (vereinzelt auch nimit) firiwizzi:
thio armilichun uuizzi   uuas thes tho firiuuizzi (die unglückseligen geister wunderte es),
uuas sies vuuntar thrato,   ioh fragetun thero dato;
'sage uns nu giuuaro,   uuio sihist thu so zioro? ...'
Otfrid III 20, 41;
... nie sconere man ne wurte:
daz dei wîb wol besceinten (erkennen lieszen), do si sich uber die burgmure leinten,
unde si michel firwiz was daz so scône was din fahs,
...
... des mahte si wunter haben
fundgruben 2, 81 Hoffmann (genesis);
genuoge nimet hier under
virwitze unde wunder
und habent mit vrage groze not,
wie sich Tristan unde Isot,
die zwene geverten
in dirre wüeste ernerten.
des wil ich si berihten,
ir virwitze beslihten
Gottfried v. Straszburg Tristan 16807 u. 16814 Ranke.
2)
'neugier' (derüber den natürlicherweise gegebenen und zukommenden wissensrahmen hinausbegehrendedem neuen, unbekannten, verwunderlichen zudrängende trieb, vgl. dazu ahd. viriwiz-gern und ae. fyrwit-georn, fyrwit-geornnes); wohl als intensivierung an die bedeutung 'verwunderung, erstaunen' (s. unter 1) anschlieszend, wird dies in der schattierung a und b γ die geläufige bedeutung des nhd. (vgl. auch die ausführliche definition des v. in allen seinen variationen bei Guarinonius grewel d. verwüstung (1610) 368 -379 'vom fuͤrwitz grewel'); im gegenwärtigen sprachgebrauch jedoch tritt vorwitz gegenüber sinnverwandten wörtern zurück.
a)
im sinne von 'wiszbegierde', fast immer mit dem unterton der ungehörigkeit (keck forschende neugier) oder nichtigkeit (müszige neuigkeitssucht); der sinngehalt ist zunächst weitgehend von dem kirchlichen begriff der curiositas bestimmt (vgl. etwa Augustin confessiones, buch 10, kap. 35): den nehein furuuizze neist uuieo auriga in circo spilot ufen sinemo curru (ihnden seligengelüstet es nicht zu wissen, wie im circus der wagenlenker spielend-wendig dahinfährt) Notker 2, 145 Piper, s. auch ebda 1, 1, 109 und 1, 2, 774 (firwizze curiositas, vgl. ahd. gl. 2, 623 St.-S.);
(er) bat si,
daz siu in der vrage lieze vrî.
der vür wiz reizete si dô mê,
wan ir bet starker wart dan ê,
siu wolte wizzen dô bî namen,
wâ von kæme dirre gamen
gesamtabenteuer 2, 16 v. d. Hagen;
(etliche) haben wollen wissen, was doch Christus ynn seyner kindheytt begangen habe, da ist yhrem furwitz recht geschehen. hatt ... eyn narr ... ein buch ertichtet: von der kindheyt Christi (1522) Luther 10, 1, 1, 443 W.; weil denn alle farben so schön und scheinend sind, fragt der fromme vorwitz, was für eine farb gott zum angenehmsten sei? (1675) Abr. a s. Clara w. 1, 52 Strigl, vgl. auch: der unruhige vorwitz, etwas neues zu sehen ebda 2, 23; ja, sie war es (die lauscherin). was für eine neugierde! was für ein vorwitz! Lessing w. 3, 270 Petersen; noch viel weniger soll uns vorwitz, neugierde und verlangen, die zukunft zu erfahren, antreiben, in gemeinschaft mit der geisterwelt zu kommen Jung-Stilling s. schr. 6 (1837) 390; ist das aber doch ein vorwitz und eine neugierd' bei den weibsleuten, denkt sich der bauernjurist, jetzt wollen sie schon gar wissen, wo sie daheim sind Rosegger schr. II 5 (1902) 140; mit andacht geschieht es, nicht aus vorwitz, wenn ich euch frage, wonach ihr wohl forschen mögt Th. Mann d. erwählte (1951) 266. zuweilen verstärkt sich der tadelnde beisinn zur bedeutung 'naseweisheit' (sich überall vordrängende, vorlaute neugier, vgl. vorwitznase u. vorwitzig unter a): vnd was deines ampts nicht ist, da las deinen furwitz Sirach 3, 24; sticht mich unbesonnenen und naseweisen esel der vorwitz, zu wissen, wer die schreyer da unten sind, und ich strecke meine ohren zu einem ladenfensterchen hinaus und gucke auf die gasse herab Wieland Lucian 4 (1789) 279; vortastende erkundigungen (über Leverkühns gegenwärtige komposition) stieszen ... auf eine ... verschwiegenheit und abwehr ... auf redensarten wie: 'lasz du den vorwitz und halte dein seelchen rein!' Th. Mann Faustus (1948) 563; personifiziert: lass das, du kleiner vorwitz! Campe 5 (1811) 522; vgl. auch: der vorwitz ... muess alles klafferen (schwatzen) Martin-Lienhart elsäss. 1, 490 s. v. klafferen.
b)
im weiteren sinne 'erlebnisdrang' (verlangen, neues kennenzulernen, am eigenen leibe zu erfahren).
α)
ohne tadelnden beisinn selten (vgl. vorwitzig b α): da bi in einer anderen gegene sint lúte inne die heizent Agrocte unde Bragmanni, die hant so groze fúrwize daz si comen in gene welt, daz si sich selben verbrennent Lucidarius 11 Heidlauf.
β)
'unstetes, immer neuen zielen zudrängendes streben':
sölte ez nâch tôren willen gên,
so enmöhte kein man die lenge bestên
an sînem ampte, swie rehte er tête:
daz füeget virwiz und unstête
Hugo von Trimberg renner 1846 Ehrismann;
minn ist sô niuwegerne,
daz ir vertâner (böser) vürwiz
durch ganze liebe manigen sliz
kan zerren unde brechen
Konrad von Würzburg trojan. krieg 11235 lit. ver.;
personifiziert:
virwiz ist bœse klôsterman,
wenne er sich nicht gezemen kan,
er belîbet unlange an einer stat,
wenne er ze wîte flüge hât:
nu wil er diz, nu wil er daz
Hugo von Trimberg renner 1863 Ehrismann.
vereinzelt auch von eigenwilliger, eitler neuerungssucht:
hütt, taschen, paternoster,
zeug, klaider, sporn, schwert
würdt durch des fürwitz kostenn
schir all jar zwir verkert
(1480—1500) Bayerns maa. 1, 119;
und unruhiger (immer neuen, nichtigen dingen zugewandter) geschäftigkeit: curiositas fürwitz, vergaͤbne sorg, vnruͦw, gschaͤfftigkeit Frisius dict. (1568) 356 (vgl. ebda 355: curiosus ... der sich viler dingen beladt und annimpt, geschaͤfftig, fürwitzig).
γ)
'unbesonnene abenteuerlust, (sich vorwagende) vermessenheit, (sich vordrängender) übermut, mutwille, leichtsinn': hierumb vernembt unser diemuthig supplicirn, flehen und bitt, dann uns nit furwitz, noch mutwill oder leichtvertigkait dazu verursacht qu. z. gesch. d. bauernkriegs in Oberschwaben 2, 33 Baumann; (er) hatte getrunken aus einem ... glase, darein wein und pferdemist aus furwitz etliche junge gesellen gethan hatten Luther tischr. 5, 479 W.; hat er (der stadtknecht) nun dolose einen solchen (unschuldigen) losz gelassen ... aus temeritaͤt, vorwitz und unbesonnenheit, kan er sich doch dadurch von der straffe nicht halfftern Jakob Döpler theatr. poen. (1693) 508; wie nun meines prinzen tapferkeit bisweilen auf einen vorwitz hinauslief, also wendete er sich gleich, ungeachtet meines widerrathens, nach dem schalle dieses getümmels Ziegler asiat. Banise (1764) 1, 139; und jetzt kommt dem mönch die erkenntnis, dasz die gröszte heldentat der liebe sich hier vollzieht, wo er frevlen vorwitz argwöhnte E. v. Handel-Mazzetti Stephana Schwertner (1927) 2, 325; da sehe er, wohin solch ein vorwitz (einen geist durch spott zu reizen) führe! Th. Mann zauberberg 2 (1925) 541; (der mount Everest habe) dem vorwitz des menschen bis dato eisige ablehnung entgegengesetzt ebda 592; in sprichwörtlicher wendung:
vorsichtig sei in allen dingen,
durch vorwitz wird dir nichts gelingen
bei: Lipperheide spruchwörterbuch (1934) 954.
objektiv (auf die äuszerungen dieser regungen angewandt), als 'mutwilligkeit, unfug, unschicklichkeit, leichtsinniges treiben oder freveltat': sich aber etlich understeen, auff demselben eingefangen und verzeichentem des reichs podem ir spil mit springen, ringen und annderm fürbytz zu üben, dadurch derselb podem seins gebürlichen gewechsz verhindert und verdruckt wirdet Nürnberger pol. ordn., 13.-15. jh. 90 Baader; denn wir hoͤren, das etliche vnter euch wandeln vnoͤrdig, vnd erbeiten nichts, sondern treiben furwitz (curiose agentes) 2. Thess. 3, 11; der vorkerten juristen buberey, furwitz, falsche practiken und miszbrauch, den wollen wir gar verwerffen Luther 49, 306 W.; vorwitz treiben lascivere teutsch-lat. wörterbüchl. (1713) 191; die verdiente bestrafung unseres vorwitzes (eindringen ins totenreich) sollte, wenn wir gestorben seyn würden, erfolgen Wieland Lucian 4 (1789) 194; er hat seinen vorwitz gebüszt (1812) Wander sprichw. 4, 1709; mich aber mit meiner beichte aufzudrängen, hielt ich für vorwitz Kügelgen jugenderinn. (1870) 385; offenbar fanden Jeannes richter sie schuldig des schlimmsten, teuflischsten aller verbrechen, des vorwitzes Feuchtwanger Simone (1950) 236; im sinne von 'voreiligkeit': es war ... bei ihrem vorwitz (im märz sommerkleider anzuziehen) viel kurzsicht und phantasielosigkeit im spiel ..., sowie vor allem gier nach abwechslung und zeitverschlingende ungeduld Th. Mann zauberberg 2 (1925) 37. personifiziert: bei meinem tollen hereinplatzen (in das gartenhaus) liesz sie (Minna) das saitenspiel herabgleiten, und nun erfolgte wort für wort jene mit recht berühmte szene zwischen don Carlos und der prinzessin Eboli ... bis Minna mit der prinzessin worten erwiderte und mich 'einen liebenswürdigen vorwitz' nannte Gaudy s. w. 18 (1844) 53.
δ)
'leichtfertige begierde nach neuen, unbekannten genüssen, lüsternheit':
der gelust si geduanch, daz siu ir einez (eine frucht) in die hant nam.
...
si genote (zwang) daz uirwitz daz si dar intet einen biz
fundgruben 2, 19 Hoffmann (genesis);
oft mit wendung ins sexuelle: Dînâ, diu durch virwitze ûz gienc schouwen diu lantwîp, biz daz sî Sichem zuhte unde beslief sî. Dînâ ist diu alwære sêle, diu ûz ir selber huote verstolne gêt unnützen gedanken nâch durch virwitze. die zucket der bœse gelust mystiker 1, 312 Pfeiffer (zu 1. Mos. 34); das sihet man auch wol an den iungen metzen, die jungfrawen sind vnd doch geyls vnd furwitzs voll sind Luther ausl. d. ep. u. ev. v. d. hl. 3 kön. fest (1525) f 4ᵃ; o du hoͤrte steinin muͦter, ... als ob es (das kind) nit werd muͤssen empfinden hytzige raytzung zuͦ lybs lust ... vnd wirt ir so vyl schwerer, wie vyl der fürwitz vnerfarens lusts meer anficht die wypliche gemuͤt Eberlin v. Günzburg s. schr. 1, 25 Enders; im sprüchwort sagt man: vorwitz macht die jungfern theuer Joh. Joach. Becher psychosophie (1707) 144; lüsterner vorwitz und reuiger nachwitz Herder 7, 65 S.; vereinzelt auch sonst von besitzgier und genuszsucht: der kauffleüt fürwitz vnd goldhunger Seb. Franck weltb. (1542) vorr. 2ᵃ; und sonderlich wo solcher streit geschicht nicht aus fürwitz, gut und ehre zu erlangen, sondern zu schützen und schirmen land und leute, weib und kind Luther 30, 2, 174 W.
3)
komposita, vereinzelt mundartlich belegt. vorwitzbeutel, m., 'fürwitziger mensch' Fischer schwäb. 2, 1887. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1951), Bd. XII,II (1951), Sp. 1952, Z. 45.

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Zitationshilfe
„fürwitzen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrwitzen>, abgerufen am 07.05.2021.

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