Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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fürziehen

fürziehen,
s. vorziehen.
I.
intransitiv, in den bedeutungen
1)
in einer gewissen gemessenheit sich zur weiterbewegung vornhin bewegen. mit dat.:
weil ihm fürzug Euryalus.
Spreng Aeneis (1610) 91ᵇ.
2)
sich mit einer gewissen gemessenheit hervor- oder herausbewegen.
3)
sich mit einer gewissen gemessenheit vorwärts fortbewegen, vorwärts ziehen: also zogen sie bisz nahend zu dem schlosz mit einander für. Amadis 241, 506; und als bald folgt er der gespor und huffschlag nach, so jn hinweg gefürt hatten, und in dem er fleissiglich fürzoge, hort er ein pferdt wehnlen. 268, 564.
4)
sich mit einer gewissen gemessenheit voraus fortbewegen, voranziehen, vorherziehen, vorausziehen. mitler weil ritte der zwerg sein weg fort, bisz er den Amadis unnd seine gesellen erfolget, welche allgemach fürgezogen waren, aber so bald er zu jnen kommen, reisten sie etwas strengers. Amadis 394, 843. doch könnte hier auch die vorige bedeutung gemeint sein.
5)
redend entgegensein, gegenreden, einwendung machen. opponere, wider etwas fürziehen unnd fürwenden in einem gespräch, widerred halten. Frisius (1556) 922ᵃ.
6)
stärker ins gewicht fallen, vorwiegen, überwiegen. praeponderare, fürwägen, fürziehen, mer wägen. Frisius 1043ᵃ; praegravare, uberladen, fürwägen, fürziehen, auff einer seyten schwärer seyn dann auff der anderen. 1040ᵃ und danach fürziehen, fürwägen bei Maaler 151ᵃ. nach diesen dann noch bei Dentzler 2, 119 fürziehen, mehr wägen, praegravare, praeponderare, doch sieh die folgende bedeutung. auch Kirsch 1, 855ᵃ hat fürziehen in der hier angegebenen bedeutung und übersetzt haec pars multum praegravabit (vgl. Seneca de clem. 1, 24) durch dieser theil wird weit fürziehen; doch setzt hier schon der ihm sonst folgende Matthiä vorziehen (s. d.). in der bedeutung liegt das vorwärtsziehen d. h. das vorwärtsneigen oder niederneigen der wage auf der seite, auf der das schwerere gewicht ist. aber von ihr geht dann die folgende aus.
7)
höher geachtet werden, den vorzug haben: die gegeneynanderhaltung der ampter, welches furzeucht und das pest (beste) ist. Melanchthon 2 Cor. 3. hierher gehört auch noch bei Wilhelmi 2, 104 „fürziehen, mehr wägen, praeponderare alicui“, verglichen mit 1, 532f. bei demselben, eben so bei Dentzler in der vorhin angeführten stelle.
8)
sich mit einer gewissen gemessenheit wegbewegen, wegziehen.
9)
sich mit einer gewissen gemessenheit vorüberbewegen, vorbeiziehen, vorüberziehen: auff die schloszbruck, da alle hoffleuth fürzogen, stellen. Fischart Garg. 3 (1608 A ijᵃ); wir wissen nicht darvon zusagen, dann dasz nach mittnacht drey jungfrawen sampt zehen dienern, so ein roszbar beleitet, fürgezogen. Amadis 268, 564. furziehen, transire. Henisch 1315, 64.
II.
transitiv, mit beigesetztem acc., in den bedeutungen
1)
mittelst einer fortbewegung nach sich zu oder auch wie nach sich zu vornhin bewegen, vornhin ziehen. im besondern zur be- oder verdeckung vornhin ziehen, obducere, obtendere. Henisch 1315, 65. obducere velum, den umbhang fürziehen oder fürspannen. Frisius (1556) 889ᵇ und danach Maaler 151ᶜ. die fürhäng fürziehen, oder hinwegk rucken. Henisch 1315, 66.
der liebesengel selbst, so neidisch ist wie du,
der will sich itzt bemühen
den fürhang fürzuziehen,
von wegen deiner ruh.
Hoffmannswaldau, in dessen und anderer Deutschen ged. 1, 378.
für- sive vorziehen. Stieler 2642, der aber in einem beispiele hierzu vorziehen setzt, ein zeichen dasz dieses bereits überwiegt. doch hat Wilhelmi in diesem sinne blosz fürziehen, während Dentzler, der sonst seinem landsmanne Frisius folgt, bei fürziehen kurz auf vorziehen, vorspannen verweist. Weismann setzt den fürhang fürziehen und den fürhang vorziehen, auch Aler und selbst noch Steinbach 2, 1114 bietet fürziehen wie vorziehen, eben so Kirsch, doch der letzte mit hinweisung bei jenem auf dieses, worin ihm Matthiä auch noch in der dritten ausgabe seines lex. folgt. Ludwig, Frisch 2, 475ᶜ haben nur vorziehen, und, was allein die angegebene bedeutung anlangt, auch Hederich und Nieremberger. hiernach scheint fürziehen in derselben schon vor der mitte des 18. jahrh. im schriftdeutschen völlig verdrängt und lebt nur noch mundartlich fort.
2)
hervorziehen, zum vorschein bringen:
verwahre was man dir giebt etwan auffzuheben,
und wenn man wiederumb es haben wil von dir,
so zeuch die sache nicht erst bey gerichte für
durch einen falschen grieff, dasz du es nicht darffst geben.
Opitz 1, 357, 43.
aus dieser bedeutung aber so wie aus der vorhergehenden, diese in ihrer allgemeinheit genommen, gieng dann die folgende hervor:
3)
vor augen bringen, vorbringen, vorlegen, darlegen. ahd. furiziohan, auch furizihen, furizîhen, proferre, praeferre, proponere. Graff 5, 609 u. 610. suslîcha copiam paradigmatum, daʒ chît exemplorum, chunnen die furezihen, die potentes sint in eloquentia. N. Boeth. 47; ube dû dîna chlaga geskeinen maht rëhta wësen, sô toug taʒ tû sia fure zihêst. 54; jâ, muodinch Adam, dû woltôst imo (ihm, nemlich gott) gelîh sîn. wieo? per superbiam (mit ubermuotî) nals per humilitatem (mit diemuotî). ... ër wolta dîna obœdientiam (gehôrsamî), dîna subjectionem (undertânî), dû zuge aber fure (zeigtest aber) contemptum (fermanunga). ps. 70, 19. doch scheint in dieser letzten stelle schon ein anflug von der bedeutung 7) stattzuhaben, wie ja auch lat. praeferre diese annimmt. mhd.
jâ solden si sich von ir undertânen,
als ich ein ëbenmâʒʒe (eine vergleichung) wil fur ziehen,
als dër viehirt von dën viehen
und dër mæister von dën jungern,
sus solten si sich sundern.
Heinrich v. gem. leben 143 (W. Wackernagels altd. leseb. 221, 36 = 1861 213, 26).
mit einem satze statt des acc.: und fürzugent, ir rëcht ze bewîsende, sunderlîch nâch lûte und sage eins versigelten rodels, dër vor vil zîtes in geschrift gëben und fürgeleit wart. urk. vom j. 1384, im geschichtsfreund 7, 189. nhd. furtziehen, proferre. voc. theut. 1482 i 6ᵃ, tz = z. mehr in dem sinne von anführen, geltend machen, allegare: wasz aber dem man gat an sein leib oder an sein erwerck, unn ein man fürzeucht, er sey sein maug (mage, seitenverwandter) unn sich damit weren wil oder er sey sein gefatter. stat. august. c. 318, bei Scherz 459.
4)
mit einer fortbewegung nach sich zu vorwärts oder weiter bewegen, durch ziehen fortbewegen.
5)
mittelst einer fortbewegung nach sich zu vorausbewegen. davon dann die bedeutung
6)
gegenredend vorstellig machen, vorhalten, vorwerfen. zugleich mit dat. der person: impietatem objicere alicui, eim gottlose verweysen und fürhalten, oder fürziehen, sagen das (dasz) einer gottlosz seye. Frisius 891ᵇ, s. Plin. panegyr. 33, 3. proferre, aufheben, fürziehen, schmächlich verweysen. 1067ᵇ und danach zum theil Maaler 151ᶜ.
7)
an werth im urtheile vorausnehmen, höher achten, vergleichend über anderes schätzen. in diesem sinne erscheint das verbum erst nhd., und zwar weitaus am geläufigsten; früher kann derselbe nur wie ein anflug bei dem worte angesehen werden. s. vorhin 3). schon Luther in seiner bibelübersetzung hat es nur in dem sinne: ihr solt nicht unrecht handeln am gericht und solt nicht furziehen den geringen, noch den grossen ehren, sondern du solt deinen nehesten recht richten. 3 Mos. 19, 15; wie lange wolt jr unrecht richten und die person der gottlosen furziehen? ps. 82, 2; denn wer hat dich furgezogen? was hastu aber, das du nicht empfangen hast? 1 Cor. 4, 7; das heist hie der vers person fürziehen odder person ansehen, wo man die lere nicht aus lieb der warheit, sondern aus lust der person gegen ander erwelet. Luther in der auslegung jener stelle ps. 82, 2. fürziehen, höher achten, anteponere, anteferre, praeponere. Henisch 1315, 54. anteferre, fürziehen. Corvinus fons latinit. 1, 255ᵇ.
zieh du nur dieses eitle für.
Picander ernst-scherzh. ged. 3, 146;
mit dat. statt des acc., aber unrichtig, wie es scheint durch verwechselung beider casus, die in Norddeutschland nicht ungewöhnlich ist:
alles soll vor liebe sterben,
doch, wird Seladon bey mir
um ein frohes jawort werben,
zieh ich ihm noch heute für.
325.
dagegen neben dem acc. mit dat. zur bezeichnung dessen, dem das durch jenen casus ausgedrückte vorgezogen wird: macht ers besser, warumb solt man yhn nicht myr furzihen? Luther vorr. auf das alte test., s. Bindseils u. Niemeyers ausg. 7, 315; wie proverbiorum am 30. ein ander grosser philosophus der ameyssen fürsichtigkeyt vielen weysen leuten fürzeucht. Mathesius Sarepta (1562) 32ᵇ; wie etwan fürsten und herrn solche künstliche leute, die gott und die natur andern fürgezogen, auch wisten nach jrem werdt zu halten. 204ᵇ;
die kunst, zufahren unbetrogen,
den kräfften weit wird furgezogen.
Spreng Ilias (1610) 325ᵇ;
das gemeine beste seinem glück und wolstande fürziehen. Henisch 1315, 58; sich andern fürziehen. 62. Corvinus fons latinit. 1, 257ᵃ;
sein (es ist Jesus gemeint) angesichte
wird angespihen,
das allem lichte
ist fürzuziehen.
Abschatz himmelschlüssel 159;
und da ich mich an dir erst satt zu laben dachte,
so ziehst du deine ruh der kindesliebe für.
Picander ernst-scherzh. ged. 3, 215;
er hat den jüngsten dem ältesten für gezogen, praeposuit juniorem seniori. Steinbach 2, 1114; er zog die ehre allen zeitlichen gütern für. ebenda. wie aber vorhin unter 1), so auch in dieser bedeutung bei Stieler 2642 „fürziehen, sive vorziehen“ und in den beispielen blosz das letzte. eben so beide wörter bei Wilhelmi, Rädlein, Weismann, Aler, Steinbach 2, 1114, doch bei dem letzten mit vorwiegen von vorziehen in den zugefügten beispielen. Dentzler, Kirsch, Matthiä nehmen in der bedeutung hier nur dieses auf, und Ludwig, Hederich, Nieremberger haben zwar fürziehen, aber mit kurzer verweisung auf vorziehen, das allein sich auch bei Frisch a. a. o. findet wie später bei Weber im deutschlat. universalwb. aus dem allen geht hervor, dasz sich fürziehen in der bedeutung hier etwas länger erhalten zu haben scheint, als in der unter 1), aber kurz nach der mitte des 18. jahrh. auch in den wörterbüchern, die es wol noch festgehalten hatten, völlig schwand.
8)
mittelst einer fortbewegung nach oder wie nach sich zu vorbei- oder vorüberbewegen, vorbeiziehen, vorüberziehen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 955, Z. 34.

fürziehen, n.

fürziehen, n.,
der als subst. gesetzte inf. des vorigen verbums. in dessen unter I 9) angegebener bedeutung: allda die Zürcher sich mit irem geschütz ouch gewendt, uff die 5 ort mit den haggen und handgeschuz uss dem closter träffenlich geschossen im fürziichen. bericht über die Cappelschlacht 1531 vom 6. aug. 1583, im geschichtsfreund 7, 508. S. vorziehen n.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1871), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 957, Z. 66.

vorziehen1, vb.

¹vorziehen, vb.,
ahd. *furiziohan in furiziohēm (10. jh.) ahd. gl. 2, 190 St.-S.; furezihen Notker 1, 57 Piper; mhd. vür-, vorziehen mhd. wb. 3, 925ᵃ; Lexer 3, 460, 589; Jelinek mhd. wb. 914; frühnhd. für-, vorziehen teil 4, 1, 1, 955 (ebda wird auch die allmähliche ablösung durch vorziehen in den wörterbüchern des frühen nhd. dargestellt); vereinzelt auch vorziegen (mit g-einschub, s. teil 15, 939) Duez dict. (1664) 2, 647; mnd. vortên (-tein) Schiller-Lübben 5, 472 f., Lübben hwb. 528; mndl. voretien Verwijs-Verdam 9, 1, 1111. in heutiger mundart: vörtäien Frederking plattdt. (Hahlen bei Minden) 166; vörteihn Müller Reuter-lex. 158; vorteihn Flemes Kalenb. 377; fôrtein Damköhler Nordharz 217; virzeⁱen luxemb. 471; fē̜rdsīn Hofmann niederhess. 225; für-, vorziehen Fischer schwäb. 6, 2, 1942; vorziehen Unger-Khull steir. 249; vorzieje Lambert Pennsylvania 171. im ndl., weitgehend auch in nd. maa., ist für das simplex trekken eingetreten (vgl. ndl. voortrekken, ostfries. förtrekken sowie nordharz. fôrtrekken); dies ist auch im dän. üblich geworden (for[e]trække) und hat älteres fore-drage (prae-ferre) zurückgedrängt.unfeste zusammensetzung mit lokalem und temporalem vor-, die im ahd. als wiedergabe von pro-(prae-) ferre (s. Graff 5, 609 u. vgl. engl. to prefer) erscheint; die dem nhd. geläufige bedeutung 'bevorzugen' findet sich ansatzweise bei Notker (2, 280 Piper), ist jedoch erst im mhd. entwickelt. im mhd. bzw. frühnhd. werden auch erst die konkreten, von der sinnlich-räumlichen vorstellung bestimmten anwendungen üblich, die in neuerem sprachgebrauch z. t. wieder durch bildungen wie vorher-ziehen (s. teil 12, 2, 1135), vorhin-ziehen (s. teil 12, 2, 206) und hervor-ziehen (s. teil 4, 2, 1203) zurückgedrängt werden.
A.
in sinnlich-räumlicher vorstellung.
1)
zu ziehen als verbum der eigenbewegung (s. teil 15, 1012 [III]).
a)
'vorausziehen, vorausrücken' (vgl. vorzug I A 1 a): ouch soll man bestellen, wann die here zusamenkoment, das ein here einen tag vorziehe, das ander noch, und darnoch alle tage ein her vor, das ander noch qu. v. j. 1431 bei Frauenholz entwicklungsgesch. d. dt. heerwesens 1, 291; vorziehen, vorher ziehen oder reysen ... praeire, prius discedere et proficisci Duez dict. (1664) 2, 647. 'jemandem vorausziehen': zug im aber der vind vor und verhergt sin aygenn land, das er mit sinem nachzug weder tach noch gemach ... find (1532) Hans Busteter ernstl. bericht 26 Peters; mord und tod zog ihnen vor Herder bei Campe 5 (1811) 523.
b)
'an der spitze eines zuges (als erster) ziehen, ihm voranziehen': ist das du uns selbir nicht vorczeuhest (praecedas), nicht füre uns ous von diser stat Wenzelbibel exod. 33, 15 bei Jelinek mhd. wb. 914; do zoch Judas dem volck vor, in das getailtt meer (beim auszug Israels aus Ägypten) Keisersberg granatapfel (1510) G 1ᶜ; vorziehen, zuerst ziehen esser' il primo a marciare, menar, condur la squadra Kramer teutsch-ital. (1678) 1199; vorziehen, zuerst ziehen oder reisen andar inanzi, marciar alla testa Rädlein teutsch-ital.-frz. (1711) 1019; ähnlich: Dentzler clavis germ.-lat. (1716) 338 f.
c)
vom vorwärtsziehen (bzw. -neigen) der belasteten waagschale gebraucht, als 'vor-(über-)wiegen'; im poetischen bild: wir (teufel) legten syn böse werck auf ein wag und die guotten dergegen, und hett unser teyl schier fürgeczogen (15. jh.) dt. volksbücher 111 Bachmann u. Singer; wann sie mit der wag irer vernunft in der einen schüssel den geltkloben und auf der anderen einen einigen menschen abgewägen hätten, so hätten sie gesehen, welches vorziehen solle J. Müller tuba Joelis (1666) 418. jedoch auch sonst: vorziehen ... zwaarder weegen Kramer-Moerbeek dt.-holl. (1768) 402ᶜ; er sagte aus: er habe letzten herbst zwischen 3-4hundert 'kopfgwichtige ducaten, welche alle am gewicht vorgezogen' gebracht qu. v. j. 1746 in: jahrb. d. hist. ver. d. kantons Glarus 3, 43; s. auch unter fürziehen teil 4, 1, 1, 955 (6).
d)
gelegenheitsverwendungen.
α)
'in einem zuge sich vorwärts, vornhin begeben' Campe 5 (1811) 523; in dieser bedeutung nur vereinzelt älteres fürziehen teil 4, 1, 1, 955 (I 3) fortsetzend: vorziehen (sich vorwärts begeben) marcher en avant Mozin wb. 4 (1856) 1134; vorziehen to advance, to march forward Murret-Sanders 4, 2207; s. auch Hoffmann 6 (1861) 482.
β)
'in eine vordere, vorn gelegene wohnung ziehen' Campe 5 (1811) 523; vorziehen (in eine vordere wohnung) aller se loger sur le devant Mozin wb. 4 (1856) 1134; vorziehen to go to live in the front-rooms Muret-Sanders 4, 2207.
2)
zu ziehen 'etwas in bestimmter richtung fortbewegen' (s. teil 15, 940 [I]).
a)
'etwas nach vorn ziehen, vorwärtsziehen'; bildlich bereits bei Tauler, jedoch sonst in älterer sprache nur vereinzelt nachweisbar: do mit (mit der verheiszung) wirt ir begerunge gereisset unde vor gezogen me ze begerende Tauler pred. 220 Vetter; wenn ... man eins (schaf) bey eim horn nimpt vnd für zeühet, folgen die anderen Eppendorf Plinius (1543) 84. erst in neuerem sprachgebrauch geläufig, vor allem als militärischer terminus (vgl. vorwerfen A 1 c), besonders vom 'vor-holen' der artillerie: es wurden kanonen vorgezogen Beitzke gesch. d. dt. freiheitskriege 1 (1854) 381; die korpsartillerie wird daher fast immer viel früher vorgezogen werden als die ... reserve der übrigen waffen quelle a. d. j. 1900; beim vorziehen der artillerie ... ist zu befehlen, auf welcher seite sie an der infanterie vorbeifahren soll exerzierreglement f. d. infanterie (Berlin 1906) 94; aber auch sonst vom einsetzen militärischer einheiten: vorsichtig hatte er 2 bataillone in Michelsdorf gelassen und nur 6 bataillone ... vorgezogen Beitzke gesch. d. dt. freiheitskriege 1 (1854) 473. auch in der wendung die vorgezogenen teile eines korps.
b)
'etwas vor jem. (bzw. vor etwas) ziehen'.
α)
vor allem zum schutz oder zur sperre (vgl. vorwerfen I 2 c α): wenn schon die Elbe vol silbers und der Rhein vol gold flösse, ... die geizhelse würden eisern mauren vorziehen, das niemand dazu komen kündt Luther 51, 172 W.; diejenige, die ... in der wild-fuhr (wildbahn) des nachts ... tuͤcher vorziehen lassen ... mit der drin (in der jagdordnung) gesetzten ... straffe angesehen werden Jakob Döpler theatr. poenar. (1693) 142. besonders vorhänge vorziehen: vorziehen (die vorhänge etc.) tirar' (avanti) le cortine Kramer teutsch-ital. (1678) 1199; zieht die vorhänge vor draw the curtains Ludwig teutsch-engl. (1716) 2354; ihr bett stand in einem alkoven, dessen schwere vorhänge nur zum kleineren teile vorgezogen waren G. Keller ges. w. (1889) 7, 121; in logen sasz man etwas verborgen ... auch lieszen sich kleine rote vorhänge vorziehen Kluge Kortüm (1938) 572. auch einen schleier, eine kapuze oder schürze vorziehen: sie zog ihren schleyer vor Ludwig teutsch-engl. (1716) 2354; (er) zieht die kapuze vor Ramler fabellese (1783) 3, 92; ebenso noch im niederhess.: s. Hofmann 255ᵇ. — vereinzelt auch sonst mit objekten verschiedener sachgebiete: einen zaun vor die saat vorziehen Lind dt.-schwed. (1749) 1755; ich gab ihm geld, sich leute zur hülfe anzunehmen und oben (auf dem weinberg) eine mauer und einen graben vorzuziehen für künftige fluthen F. L. W. Meyer Fiormona (1828) 157; bis der wachthabende schildbürger den schlagbaum vorzog und den fremdling auskundschaftete, wer er sei Musäus volksmärchen 1, 129 Hempel. in heutiger mundart findet sich: vorziehen ... das seil (sperrend) vor dem anfahrenden braut-, aussteuerwagen vorspannen Fischer schwäb. 6, 2, 1942 (vgl. Unger-Khull steir. 249 u. s. zur sachgesch. Bächtold-Stäubli hwb. d. dt. aberglaubens 4 (1931/32) 157). — s. auch unter vorziehung.
β)
gelegentlich auch sonst: was das besteigen oder bespringen anbelanget, soll man die stutten dem hengst nicht alsobalden vorziehen, sondern zuvor achtung geben, ob sie ... geschickt dazu seyen Hohberg georg. cur. (1715) 3, 2, 97. — in älterer rechtssprache vereinzelt 'jem. vor gericht ziehen' (vgl. Fischer schwäb. 2, 1889 s. v. fürziehen [b]) bzw. reflexiv (zu ziehen II, s. teil 15, 1007ff.) im sinne von 'sich vor gericht einstellen': hait sich eyne (vorgeladene) parthie vorgezogen und ist yre tag hude und spricht yr niemansz zu, bekent (erklärt) der scholtes und scheffen, so hait sy sich entslagen (ihrer verpflichtung entledigt) (15. jh.) kurtrierische städte 1, 21 Rudolph.
c)
'etwas hervorziehen', diese bedeutung findet sich ansatzweise bereits bei Notker: sie (schriften der propheten) uuaren unfernomen. unz sie selben in veteri testamento uuaren. so nouuum cham ... do zo man fure iro scripta 2, 433 Piper; sie ist jedoch erst seit dem frühen nhd. geläufig: er sal den briff vorczihen (den schuldbrief vorlegen) noch vor ostern (1453) stadtbuch von Brüx 126 Schlesinger; vorziegen oder hervor ziegen ausz einem orthervor ziegen tirer dehors, tirer de quelque lieu Duez dict. (1664) 2, 647; ähnlich bei Rädlein teutsch-ital.-frz. (1711) 1019, Adelung 4 (1801) 1315 und Campe 5 (1811) 523;
nun fiel das schaf ...
in einen felsenspalt,
man zog es vor am morgen
Kopisch in: auswahl dt. ged. (¹⁶1869) 63 Echtermeyer;
so summt er (der goldkäfer) ebenso plötzlich wieder davon ..., seine langen flügel unter den golddecken blosz vorziehend Brehm tierl. 9 (1892) 102 P.-L.; wir wollen ihn (den gestürzten) vorziehen; sie ... suchten ihn unter der last des pferdes hervorzuzerren Beyerlein Jena oder Sedan? (1904) 409 volksausg.; die fuszbank unterm sofa vorziehen d. grosze Duden, stilwb. d. dt. spr. (1934) 624 Basler; als sie ... das kaffeetablett auf den tisch stellt, zieht er plötzlich einen stuhl vor und sagt: 'setz dich hin, Meta' Berliner zeitungen v. j. 1951. bildlich:
du vermagst mit des geistes augen doch alles
vorzuziehen ans licht, und was lächerlich ist zu bemerken
Knebel Lucretius Carus' natur der dinge (1831) 148;
bei Campe findet sich auch: man zog ihn aus seinem dunkel vor, machte ihn bekannt 5 (1811) 523.
B.
übertragen.
1)
an A 1 b bzw. c anschlieszend.
a)
'vorgehen, den vorzug (vorrang) haben': (der h. röm. kirche) allzeit gebürt vorzuziehen vnnd den vordantz zuhaben Fischart binenkorb (1581) 34ᵃ; die ehr gottes zeucht vor, die liebe des nächsten folget darauff F. Wyss hundert auszerlesne pred. (1673) 96. 'als der überlegene vorangehen, den vorteil erhalten': in gröszten sachen, so uns überlegen (drückend) sin woltend ... der abt uns gmainlich vorzog Joach. v. Watt chron. d. äbte v. St. Gallen 2, 335; s. auch bei Fischer schwäb. 2, 1889 s. v. fürziehen (2 b).
b)
'stärker ins gewicht fallen, vor-(über-)wiegen': die wort der posen haben vorgeczogen uber uns Wenzelbibel ps. 64, 4 bei Jelinek mhd. wb. 914; vgl. noch aus neuerem sprachgebrauch: um wenig stimme het d'Sterne-Stineli vorzoge neuer Berner kalender (1842) 67ᵇ.
c)
'vortrinken' ('beispielhaft voranziehen'; vgl. vorkommen teil 12, 2, 1237 [4f.] und vorsteigen ebda 1674 [4]); studentensprachlich bezeugt bei Ragocky der flotte bursch (1831) 96 (ebda 60 auch nachziehen 'nachsaufen').
2)
an A 2 b bzw. c anschlieszend.
a)
'etwas vorbringen, darlegen, anführen', auch im sinne von 'vorwerfen' oder 'vorwenden' (vgl. vorzug I A 2 a); durch einflusz von lat. pro-ferre schon ahd. nachweisbar: alde ube du dina chlaga geskeinen maht rehta uuesen. so toug. taz tu sia furezihest (proferas) Notker 1, 64 Piper; zvͤge (er aber) nicht fur wamit er unschuldick waerden mohte, so sol man hinze im (hin ze im zu ihm, in bezug auf ihn) rihten mit der aehte (1276) stadtb. v. Augsburg 121 Chr. Meyer;
die tuomherren zugen vor
eine rede wol gefüege
Ottokar österr. reimchron. 11766 Seemüller;
hirmitt sullen alle unwillen, zweytracht und vordacht ... berichtet ... und von keynem teil ... numermer uffgerückt ader vorgeczogen werden (1448) urk. z. gesch. d. st. Kahla 36 Bergner; item ob einer ursach (als entschuldigung für sein säumen) furzüg, so soll er ... geben sein treu on eins aides statt, das dem also sei, wie er dann sag, oder do geben die aufgesazten pusz als funfzehen pfenning (1504) Wachbacher dorfordn. 91 Seeger in: zeitschr. d. hist. ver. f. d. wirtemb. Franken (1852) 91; ussgenommen in denen graden, welche in unserer satzung ... im erbrechten ussdrückenlich vorgezogen werden d. st. Bern vernuw. ger.-satzg. (1615) 128; da mueste favor piae causae vorgezogen werden Math. Abele künstl. unordnung (1670) 1, 126; hierbey verbiethen wir ... schelt-wort, verachtungen, verkleinerungen, reitzungen, und veranlassungen, wie die immer fürgezogen, gemachet, oder erdacht werden möchten (1712) Hilty bundesverfassungen d. schweiz. eidgenossensch. (1891) 270.
b)
'jem. (etw.) im urteil bzw. in der wertung anderen (allem andern) voranstellen, vor anderen (allem andern) bevorzugen (vgl.fürzücken teil 4, 1, 1, 959 [3] und vorzug I A 2 b)'; in mehreren schattierungen, wobei die ursprüngliche vorstellung des 'bevorzugens (hervorziehens)' vielfach den blasseren nebenvorstellungen des 'begünstigens' oder 'höher schätzens' weicht.
α)
'von mehreren(m) zur wahl stehenden(m) jem. (etwas) vor anderen(m) bevorzugen, wählen (vgl. ndl. verkiezen, de voorkeur geven), ihm davor den vorzug geben, den vorrang zuerkennen':
swer iuch des baz dan ich bescheiden kan
mit sanges kür,
den selben man
ziuh ich vor allen meistern iemer für
Wartburgkrieg 185 Simrock;
magister Johans Sachse, der ist nü offt vbergangen, beide ynn wehlen vnd lection zu verleihen (sowohl bei wahlen als auch bei verleihung von lektionen) ... vnd ettliche viel jünger yhm ... sind allzeit vorgezogen Luther br. 9, 468 W.; diese ehre, dasz ich alten soldaten (bei der beförderung) vorzogen ward ... und das lob, das man mir taͤglich verliehe, waren gleichsam wie sporn, die mich zu hoͤhern dingen antrieben Grimmelshausen simplician. schr. 1, 231 Kurz; der könig (Phil. II.), hiesz es, übergehe beide (bewerber um die niederländische statthalterschaft), weil er keinen vorziehen möge Schiller 7, 88 G.; der verleger (Dieterich) hat mir die sauere wahl gestellt, ob ich den vierten theil der grammatik, oder von neuem den ersten ausarbeiten wolle; da man immer lieber zum leichteren greift, so habe ich jenes vorgezogen (20. 10. 1835) Jacob Grimm an Lachmann in: briefw. 2, 653 Leitzmann; nein, meine liebe, ich hatte sogar die auswahl (an bewerbern), und wenn ich auch jetzt nicht recht begreife, warum ich gerade diesen sterblichen allen anderen vorzog, damals musz ich es doch wohl gewuszt haben P. Heyse ges. w., neue serie 3 (1892) 86 (im paradiese 1); es wurde mir die wahl zwischen kirche und sonntagsschule gelassen. ich zog, wie immer, die kirche vor Hesse Klingsors letzter sommer (1920) 40. substantiviert: dasz es sich in allen konkreten lebenssituationen um ein zwischen wert und wert entscheidendes vorziehen handelt — denn auch die böse tat ist noch auf werte gerichtet Nic. Hartmann ethik (²1935) 258 (vgl. vorzugsgesetz).
β)
jem. vor anderen begünstigen: der mann ist vielen andern vorgezogen worden, und gar geschwind zu grossen ehren gekommen this man has been preferred or advanced before many others Ludwig teutsch-engl. (1716) 2353;
das ist der dank, das hat der fürst davon,
dasz er die welschen immer vorgezogen
Schiller 12, 177 G.;
jene zarten gunstbezeigungen ..., in denen der vater freilich nur die leichte gefälligkeit einer allgemein gesuchten frau erkennen konnte, die unter vielen wohl irgend einen vorzieht, ohne sich eben für ihn ganz und gar zu entscheiden Göthe I 24, 284 W.; nur Elise ... wird ihm (dem frz. erzieher) ohne zweifel am besten gefallen, d. h. nächst Nanny Bruchhausen, die er so vorzieht, dasz jedermann die beiden wie ein brautpaar en herbe betrachtet (29. 12. 1842) A. v. Droste-Hülshoff br. 2, 121 Schulte-K.; dieser schüler wurde andern vorgezogen d. gr. Duden, stilwb. d. dt. spr. (1934) 624 Basler. sprichwörtlich: wer vorzieht, setzt auch zurück Wander sprichw. 4 (1876) 1709. — als besondere konstruktion (s. auch unter γ) findet sich im schweiz.: dieser bursche zieht däm mi̧i̧dschi vor (dieser bursche wird von dem mädchen den andern burschen vorgezogen) Friedli bärndütsch 3 (1911) 252.
γ)
'jem. (etw.) höher bzw. mehr als andere(s) schätzen': da protestirt ... der liebe mann (Augustinus), dasz man seinen schriften nicht gröszern glauben geben, noch der heiligen schrift gleich halten, viel weniger vorziehen soll (1539) Luther tischr. 4, 287 W.; alle drey faculteten giengen mit purgiren vmb, vnd were also keine der andern vorzuzichen Zinkgref apophthegmata (1653) 3, 108; vorziehen, besser und höher halten oder ehren preferire, stimar più Rädlein teutsch-ital.-frz. (1711) 1019; man hat sie (die Karschin) nicht nur allen andern ... dichtern ... gleichgeschätzt, ja vorziehen wollen briefe, d. neueste litt. betr. 17 (1764) 127; das (glückliche zusammenleben) würde ich ganz gewis allem vorziehen — das würde mir das liebste seyn (29. 7. 1778) W. A. Mozart br. 1, 227 Schiedermair; die baronin hatte ihren bruder von jugend auf dergestalt geliebt, dasz sie ihn allen männern vorzog Göthe I 24, 280 W.; (spruch des konzils von Trient:) so jemand sagt, der eheliche stand sei dem jungfräulichen oder dem der ehelosigkeit vorzuziehen ... der sei im bann E. v. Handel-Mazzetti Stephana Schwertner (1927) 3, 422; sie (die patriarchalische sitte des selbsteinschenkens) bleibt dem kredenzen durch dienstbare geister und dem preziösen glasweisen herumreichen vorzuziehen, das ich nicht leiden kann Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 450. vereinzelt auch als substantivierter superlativ: es ist mir noch nie eingefallen zu fragen, ob ich der gröszte oder der kleinste (der erste oder der letzte), der vorgezogenste oder der vergessenste sein würde, wenn das reich gottes käme (denkt Judas beim abendmahl) Hebel s. w. 4 (1832) 310. in unpersönlicher konstruktion (vgl. unter B 2 b β): dir wollen wir auch nicht davor sein, wenn dir das heimgehen vorzieht Jer. Gotthelf ges. schr. 8 (1856) 254.
δ)
'etwas für richtiger (angemessener als anderes) halten' (über eine kontamination zw. eine sache v. und eine sache für besser halten als s. Paul-Stolte kurze dt. gr. (1950) 427): auch Goethe wünschte sich darnach (nach dem eintreffen Friederike Unzelmanns) einzurichten ... er hat vorgezogen, auf den sonnabend den Wallenstein spielen zu lassen (11. 5. 1801) Schiller br. 6, 274 Jonas; nach der weise eines klugen fabrikanten ..., welcher nicht darauf ausgeht, mit ungeheuren kosten auf ein mal ein kolossales prachtgebäude herzustellen, ... sondern der es vorzieht, ... schuppen an schuppen zu reihen G. Keller ges. w. (1889) 1, 377; da warst du schon weggeritten, auch die anderen hatten es vorgezogen, einen nachtzug zu benutzen und das haus zu räumen P. Heyse ges. w., neue serie 4 (1892) 257 (im paradiese 2); der graf runzelte die brauen ein wenig, zog es aber doch vor, mitzulachen Ricarda Huch kampf um Rom (1925) 75; er (mein vater) ... hat es vorgezogen, statt ihnen (anrede) briefweise zu antworten, sie, frau hofrätin, durch meinen mund in unsrer stadt willkommen zu heiszen Th. Mann Lotte in Weimar (1946) 257.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1951), Bd. XII,II (1951), Sp. 2001, Z. 68.

vorziehen2, vb.

²vorziehen, vb.,
wohl aus vorzug (I B 2 a α) 'erbvorrecht' rückgebildet, '(das erbrecht) vor andern zuerkennen'; vereinzelt in älterer rechtssprache (vgl. u. vorzieher): am sibenden ist auch zu wissen von nöthen, wie es ... mit den kindern ihres erbs und vorzugs ... gehalten werden solle: ... wann sich ein solcher fall begibt, dasz den kindern ... über ihr vätterlich oder müetterlich erb noch weitter ein altvätterlich oder altmüetterlich erbguet zugetheilt und vorgezogen würdt, sollen die kinder an dem altvätterlichen oder altmüetterlichen guet bisz auf das letzt lebent einander erben (1572) fränk. rechte 652 Koehne.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1951), Bd. XII,II (1951), Sp. 2006, Z. 50.

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Zitationshilfe
„fürziehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCrziehen>, abgerufen am 05.05.2021.

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