Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

füszchen, n.

füszchen, n.
das bereits im 18. jh. hochdeutsch geläufigste dim. von fusz. wie ein mägdchen auff der gasse ihre füszgen setzen soll. Picander ernstscherzh. ged. 1, 450;
indem sein (des knäbleins) füszgen irrt mit ungewissen schritten.
Brockes bethlehem. kinderm. (1742) 241, 34;
hier hast du mein füszchen, drauf nimm mir das masz,
auf dasz mir mein füszchen recht werde zu pasz.
mach sie hinten fein enge und forne fein spitz,
auf dasz mir im sommer mein füszchen nicht schwitz.
Pröhle volkslieder 118.
s. auch silberfüszchen. mit einem adj. verbunden als absoluter gen. gesetzt:
(wir lachen gern,) wenn, leichten füszchens, hier
der Franzmann einen luftsprung macht.
Göckingk 1, 260.
vgl. fusz sp. 973f. ein füszchen an einem geräth: gab man ihr (der lichtschere) die drey füszchen. Lichtenberg (1800) 4, 527.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1872), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1017, Z. 48.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
fürnehmen
Zitationshilfe
„füszchen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCszchen>, abgerufen am 03.08.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)