Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

füszler, m.

füszler, m.,
von füszeln abgeleitetes subst.
1)
für sich stehend bedeutet es: einer der die füsze gebraucht, viel geht oder gehen musz, im besondern ein soldat zu fusz. Frischlin nomencl. 464. Wilhelm Grimm bemerkt bei aufzeichnung des wortes und der stelle: füszler für infanterie sagte in Cassel unser aufwärter Bilchof. davon dann 2) in zusammensetzungen als letztes wort: einer der füsze hat wie sie durch das erste wort der zusammensetzung bezeichnet werden. so in bocksfüszler (s. d.), einer der füsze nach art eines bockes hat, ein satyr, ein teufel: wenn ich blosz dem antrieb meines dämons oder der lockstimme seines satyrs folgte, der, sobald er will, der artigste und wohlgezogenste aller bocksfüszler ist. Wieland 33, 91. in ziegenfüszler, satyr:
und hier im hayn, gesteh ich, wäre mir
die nacht hindurch — vor ziegenfüszlern bange.
dessen Musarion (1769) 49.
anders in gegenfüszler (s. d.), in welchem gegen die richtung der füsze ausdrückt, und in vierfüszler, in welchem die zahl der füsze bezeichnet wird.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1872), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1035, Z. 17.

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Zitationshilfe
„füszler“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCszler>, abgerufen am 07.05.2021.

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