Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fuszwaschen, füszwaschen, n.

fuszwaschen, füszwaschen, n.
das waschen der füsze. nnl. voetwaschen n. zusammensetzung des als subst. gesetzten inf. waschen mit dem acc. sg. und pl. von fusz. jene beiden formen bei H. Sachs:
zum andren, wer so eingeleibt
im gelauben standhafftig bleibt
dem ist noch fuszwaschen not.
H. Sachs IV. 1, 85ᵃ.
es ist dies in rücksicht auf das fuszwaschen der jünger durch Christus Joh. 13, 5 gesagt, eben so
zum füszwaschen am besten sein
die creutz so gott schicket herein.
ebenda;
nach den fuͤszwaschen legt der herr sein rock an, setzt sich wider zu tisch. III (1588). 1, 154ᵃ. fuszwaschen Christi. Ludwig 680. zum gedächtnisse dieses fuszwaschens des heilandes findet nach dessen vorbilde am gründonnerstag vom papste das bespritzen und trocknen der rechten füsze von 13 armen in der clementinischen capelle statt und wird an demselben tag auch von fürsten der römisch katholischen kirche, wie dem kaiser von Östreich, dem könige von Baiern, an den zwölf ältesten männern des landes, die sich einfinden, ein fuszwaschen vollzogen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1872), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 1058, Z. 9.

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Zitationshilfe
„füszwaschen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/f%C3%BCszwaschen>, abgerufen am 02.12.2020.

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