fallstrick m. n
Fundstelle: Lfg. 6 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1290, Z. 30
laqueus: noch fehet man in mit seinen eigen augen und durch fallstrick durchboret man im seine nasen. Hiob 40, 19; denn wie ein fallstrick wird er komen uber alle die auf erden wonen (ags. sva sva grin he becymđ on ealle þa þe sittađ ofer eorđan). Luc. 21, 35; in Simonis haus bei seinem wirt macht ers höflich, leget im auch ein höflichen falstrick, darin Simon bestricket und gefangen wird. Mathesius 133ᵃ; gott behüte mich vor allen fallstricken, die mir gelegt werden. Schweinichen 1, 268;
hat der feind gleich für und für gesponnen
mir fallstrick, netz und garn.
Gryphius 2, 406;
ein so gefahrliches fallstrick gelegt. Liscov 616; unsre liebenden verliefen sich also mit der sorglosesten unvorsichtigkeit, welche Hippias nur wünschen konnte, in die fallstricke, die er ihnen legte. Wieland 2, 162; sogar die vergnügungen der einbildungskraft hieszen ihm gefährliche fallstricke. 6, 126;
der verrätherische fallstrick!
Schiller ...;
gleichgeschickt im cabinet wie im felde zerrisz er die fallstricke einer hinterlistigen staatskunst. ...; mit einem solchen herzen voll streiche und fallstricke. J. P. flegelj. 1, 3.
Zitationshilfe
„fallstrick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/fallstrick>, abgerufen am 14.12.2019.

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