findelkind n
Fundstelle: Lfg. 7 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1641, Z. 52
dasselbe, expositicius puer. Dasypodius 189ᵇ. Serranus syn. 69ᶜ: das in die fraw villeicht als ein fündelkint (so) wolt verschmehen. Albr. von Eybe 50ᵃ; hurenkind, fündelkind (so), nollbruder. Fischart groszm. 82; da entgegen under dem ganzen predigcauzenthumb nit einer wer (wäre), der guͦts adelichen herkummens, münch und pfaffen und fündelkinder (so) ausgenummen. Joh. Nas kriegs und sigspredig. A 5ᵃ; bei allem dem ... mag es in Scheschian jährlich eine hübsche anzahl fündelkinder (so) gegeben haben. Wieland 7, 230;
sanft wie thauige hyaden
blickst du auf das findelkind,
reichst ihm Ariadnens faden
durch des lebens labyrinth.
Salis 17;
bald wirst du nicht mehr, gleich dem findelkind,
deine herkunft und dein losz nur ahnen.
Pfeffel poet. versuche 9, 194.
Zitationshilfe
„findelkind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/findelkind>, abgerufen am 17.07.2019.

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