Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

fortnehmen

*fortnehmen,
auferre secum, mit sich, mit fort nehmen:
deine locke nehm ich mit mir fort.
Göthe 1, 249;
ja, sie kehrten heim, und alles schöne,
alles hohe nahmen sie mit fort,
alle farben, alle lebenstöne,
und uns blieb nur das entseelte wort.
Schiller 22ᵇ;
o führ uns weg! komm, schwester, bitt ihn auch,
dasz er uns fortnimmt.   hilf mir, liebe nichte!
393ᵇ;
fahr wol, o goldne sonne,
du gehst zu deiner ruh,
und voll von deiner wonne
gehn mir die augen zu.
schwer sind die augenlieder,
du nimmst das licht mit fort.
Rückert 565;
indes gewöhnlich von andern mädchen ein reisender, der sie besucht, sogleich beim ersten abschiede abends eine kleine vollständige blumenlese aller ihrer reize und künste fortnimmt. J. P. Tit. 3, 32.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 1 (1863), Bd. IV,I,I (1878), Sp. 25, Z. 5.

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Zitationshilfe
„fortnehmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/fortnehmen>, abgerufen am 16.10.2021.

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