Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gequase, n.

gequase, n.
1)
schlemmerei, schwelgerisches gelage, s. quas, quasen 2: sie fangen morgens mit dem frühesten an und halten ihr gequas und fraszfest bis in die tunkele nacht. Fink hundert papist. lügen (1614) 85; gequase, gequas Frischbier 1, 226ᵇ; früher festlichkeit, gelage überhaupt: dy do wirtschafte als hochczit und ander geqwese in dem garthen wollen haben. ebenda (Königsberg, von 1440); ouch sal keine sechswochnerin in der stadt noch vor der stat kein essin machin noch gequosze. Görlitzer stat. 386, 42.
2)
nd. gequase, langweiliges geschwätz, s. quasen 1.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3541, Z. 18.

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Zitationshilfe
„gequase“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gequase>, abgerufen am 23.01.2022.

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