Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gequiek, n.

gequiek, n.
1)
der wiederholte schrille laut verschiedener thiere, der ferkel, mäuse, frösche, hasen u. s. w. (s. quieken): gequicke Rädlein 1, 356ᵃ; das grunzen ging in ein gequiek, wie das eines ferkels, über. Immermann Münchh. (1841) 2, 140; die stimme besteht aus scharf pfeifenden tönen, welche lebhaft an das gequieke der ratten erinnern. Brehm thierl. 2, 27;
welch ein gequiek, welch ein gequacker!
d. junge Göthe² 3, 187,
das abscheuliche gequiek
der dummen nachtigallen.
Voss ged. 3, 92.
2)
von lachenden oder aufschreienden menschen: das gab viel verwirrung und ein närrisch gequick und wesen. Claudius 4, 67; was gilts, er ist in dem zimmer, wo ich das gequicke, das gekreusche hörte? .. es war ein weibliches gekreusche. Lessing 2, 164 (Em. Galotti 4, 3); (weibergeschrei von drauszen.) hört, nochmals gequicke von 'Cannä und rache!' Grabbe 3, 399.
3)
schriller klang musikalischer instrumente:
der schiefen krummpfeif häszliches gequiek.
Voss Shakesp. 2, 45 (kaufm. 2, 5);
eures dudelsacks katzengequiek.
Langbein ged. 1, 81.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3541, Z. 56.

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Zitationshilfe
„gequiek“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/gequiek>, abgerufen am 23.01.2022.

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