Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

gerappel, geräppel, n.

gerappel, geräppel, n.,
vgl. geraffel.
1)
geklapper, gepolter, s. rappeln 1: dasz mir etwas schweres im hosensack hinunter rollete, welches ein gerappel machte, dasz ich daraus wol hören konte, dasz es reichsthaler waren. Simpl. 2, 95; machten sie ein grosz gerappel mit den ketten. 2, 1028.
2)
geräppel, alter unbrauchbarer hausrat, der bei erschütterungen rappelt, klappert, plunder, gerümpel (vergl. gepolter 2, geprassel 1, c), pfälz. berg. Klein 1, 141, westfäl. geräppels Woeste 76ᵇ, luxemb. geräbbels Gangler 175, kurhess. geräppel, eine menge kleiner und geringfügiger sachen Vilmar 315, schweiz. gerebel, wüstes durcheinander Hunziker 202, s. geräbel, geräffel 3.
3)
geringschätzig von lebenden wesen: geräppel, 'eine anzahl kleiner kinder pflegt man so zu nennen' Vilmar a. a. o.; geräbbels, lumpengesindel, pack Gangler a. a. o.; von pferden: die jucker, diese kleinen ungarischen pferde ... elendes geräppel, kann nichts ziehen. grenzboten 26, 2, 395. s. geräffel 4.
4)
gerappel, eingeweide, s. gereb.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3563, Z. 30.

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gernhaber geschlagen
Zitationshilfe
„geräppel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ger%C3%A4ppel>, abgerufen am 05.12.2021.

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