Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geräsp, n.

geräsp, n.
sarmentum 'von weinräben abgeschnitten' Maaler 169ᵈ, gräschp, räbgräschp 191ᵃ: der han förchtet die wespen und so man ime ein geräsp von weinreben in form eines rings um den hals legt, soll er nicht mer krähen. Gockelius hahnenei 14 (um 1690) bei Birlinger augsb. - schwäb. wb. 189; geraspe, reisig Hugi reise durch Calabrien bei Schm.² 2, 158; schweiz. das gräsp, gräspel, raffholz, altes gerümpel Stalder 2, 259. bildlich: gräschp, quisquiliae Maaler 191ᵃ, schon ahd. giraspe, quisquiliae Graff 4, 1181. geräsp ist eine ableitung von raspen, ahd. hrespan vellere, raspôn colligere, s. theil 8, 143, durch consonantentausch entstand die nebenform geräps, s. d., wol unter anlehnung an rebe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3563, Z. 77.

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Zitationshilfe
„geräsp“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ger%C3%A4sp>, abgerufen am 28.11.2021.

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