Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geräuch, n.

geräuch, n.
subst. verb. zu räuchen th. 8, 245.
1)
das rauchen, der rauch: mhd. in dero hello dâ ist .. beches gerouche. Müllenhoff und Scherer denkm.² XXX, 121 (11. jahrh.; vgl. gerauch, m. rauch Lexer nachtr. 196, aus dem 15. jahrh.); nhd. ich bin worden wie ein weinschlauch im gereuche, deines gebots hab ich nicht vergessen. Luther 1, 523ᵇ (psalm. 119, 83).
2)
räucherung, räucherwerk: wenn er die lampen anzündet zwischen abends, sol er solch gereuch auch reuchern, das sol das teglich gereuch sein. 2 Mos. 30, 8; wer ist die erauff gehet aus der wüsten .. wie ein gereuch von myrrhen, weirauch und allerlei pulver eins apotekers? hohel. Sal. 3, 6; on zweivel wirstu kein weirauch oder ander gereuche sterker wider den teufel anrichten. Luther 4, 386ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3579, Z. 26.

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Zitationshilfe
„geräuch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ger%C3%A4uch>, abgerufen am 06.12.2021.

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