Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geraufe, geräufe, n.

geraufe, geräufe, n.
rauferei, subst. verb. zu raufen, räufen th. 8, 258.
1)
in der älteren sprache gereufe: ist daʒ ieman leuffet gewapent zu einem gereuffe oder zu einem gestober. Würdtwein 1, 197 (Mainzer friedebuch 1335—52), vgl. Lexer 1, 887, nachtr. 197; das wird das letzte gekretze und gereuffe sein, das er (der Türke) mit den unsern und die unsern mit ihm haben werden. Luther heerpredigt (1529) C 2ᵃ, werke 4, 476ᵇ; ich dörfft darauff schwören, das kein ordentlicher gereuff ist, als wann die liechter auszgehen. Fischart groszm. 26 (563 Sch.); in einem geräff zweier ruffianer. Schmeller² 2, 65.
2)
geraufe: ich sehe wol und besorge, es werde zum gerauff kommen. Luther 2, 379ᵇ Eisleb., br. 5, 51; also hatte das geraufe ein ende. Schweinichen 1, 267; gerauff, prise aux cheveux Rädlein 357ᵇ;
(ich) spreche von gerauf,
dem schmucksten prahlwicht gleich.
Voss Shakespeare 2, 84.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3579, Z. 61.

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Zitationshilfe
„geräufe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ger%C3%A4ufe>, abgerufen am 07.12.2021.

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