Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

geröne, n.

geröne, n.,
oder röne, bei den weingärtnern die nach der quer liegende unterste und dicke wurzel des weinstocks, welche zu erhalten man die obersten immer abschneidet Frisch 2, 126ᵃ; geröhne, das unterste wurzelwerk des weinstocks Zinck öcon. lex. 918; im ausgesprochenen gegensatz hierzu behauptet Adelung, das geröne, auch die röhne oder rönne genannt, bedeute, besonders in Franken, den ganzen umfang der wurzeln des weinstocks, besonders die obersten seitenwurzeln; Campe schreibt gerenne. das wort gehört vielleicht zu mhd. rone, umgefallener querliegender baumstamm, truncus (s. rohne), collect. das gerüne, durcheinanderliegende masse von umgestürzten baumstämmen:
diu scham treip in in ein hol,
dâ vor grôʒ gerüne was.
Wigalois 5918.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1892), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3733, Z. 12.

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Zitationshilfe
„geröne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ger%C3%B6ne>, abgerufen am 07.12.2021.

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