Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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geradehin

geradehin,
adverb., s. gerad 3, g, ε.
1)
in gerader richtung: geradehin seines weges gehen.
2)
schlicht und einfach: nicht in zierlicher und geblümter rede, sondern gerade hin und wie mir die worte in den mund kommen. Claudius (1835) 5, 50.
3)
schlechtweg, durchaus, s. geradezu: der widerstreit, der die welt bewegt, tritt in dem könige hervor, der nicht geradehin unrecht hat indem er ein strenges gebot eben gegen den richtet, der seine vaterstadt feindselig überzogen hat. Ranke weltgesch. 1, 2, 526;
denn ich bin auch kein thor, redlichen vortheil
geradhin abzuweisen.
Tieck 3, 78.
4)
rücksichtslos:
es schien ihn gleich nur anzuwandeln,
mit dieser dirne g'rade hin zu handeln.
Göthe 12, 165;
auch mit dem nebenbegriff des tölpischen: ihr leichtsinn, mit dem sie nicht allein selbst verbrechen begeht, mit dem sie auch andern die unsinnigsten so plump und geradehin zumuthet. Lessing 7, 138.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3556, Z. 30.

geradhin

geradhin,
s. geradehin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1891), Bd. IV,I,II (1897), Sp. 3558, Z. 49.

gradehin, adv.

gradehin, adv.,
s. geradehin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1957), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1685, Z. 22.

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Zitationshilfe
„geradehin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/geradehin>, abgerufen am 23.01.2022.

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